Leckere Fassaden

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Die Sieger des Lebkuchenwettbewerbes 2012: Anatol Zitzenwitz (v. li.), Sonja Schwarzkopf und Dennis Peters .Foto: Röhe/hfr

Der Lebkuchen-Bauwettbewerb der „Genuss-Schule“ G3

Billstedt/Borgfelde. Einmal mehr hat die Gewerbeschule G3 unter Beweis gestellt, dass sie den Anspruch „Genuss-Schule Hamburgs“ zu Recht erheben darf. 24 Bäckerinnen und Bäcker der Gewerbeschule 3 in Borgfelde bewiesen eindeutig, dass aus Lebkuchen nicht nur Hexenhäuschen gebaut werden können.
Die Berufsschüler der Gewerbeschule 3 am Brekelbaums Park 6 führten einen Wettbewerb mit dem Thema „Hamburger Fassaden“ durch und kreierten ihre Lieblingsgebäude – aus Lebkuchen. „Wir sind mit offenen Augen von der Speicherstadt bis zur Hafencity gelaufen. Mir fiel ein historisches Haus in der Deichstraße auf“, sagt Philip Klose. Der 18-Jährige fotografierte das Gebäude, fertigte dann eine Schablone und rührte, wie alle anderen Schulkameraden, den Lebkuchenteig an.
Dann folgte die filigrane, schwierige Arbeit. „Mit einer Eiweiß-Spritzschokolade malte ich die Fassade. Es war wirklich schwierig, gerade Linien hinzubekommen und Fenster und Türen anzubringen“, sagt Philip Klose. Auch Fabian Arens kam beim Bauen seines Kunstwerks ins Schwitzen. „Besonders schwierig war für mich der Umgang mit dem Marzipan. Nach dem Anbringen an der Fassade hab ich einige Flächen aus Marzipan mit Schokolade überspritzt, damit Fenster und Türen zu erkennen sind“, sagt der 21-Jährige aus dem niedersächsischen Fleestedt. (hfr) Beliebte Motive waren beim diesjährigen Wettbewerb das Unilever-Haus, Davidwache, Stella-Haus oder die Gewerbeschule selbst. Aber auch historische Häuser in der Deichstraße wurden aus Lebkuchenteig nachgebaut. Wilma Elsing, Schulleiterin der Gewerbeschule3, lobte die Kreativität der 24 Bäckerinnen und Bäcker. „Es gibt mehr als nur Hexenhäuser. Das wurde durch diesen Wettbewerb eindeutig bewiesen. Unsere Schüler haben stolze Arbeit verrichtet“, sagt Elsing.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs standen Schwerpunkte der Lebkuchenherstellung, die Finessen im Einsatz der Schokoladenspritzglasur, der Eiweißspritzglasur und des Marzipans als Einstieg in die filigranen Arbeiten der Feinbäckerei, teilten die Verantwortlich der Schule mit. „Die Lebkuchenherstellung ist eine der besonderen Traditionen im Bäckerhandwerk. Sie geht in diesem Wettbewerb mit den Anforderungen der Gestaltung von Historie und Moderne in der Architektur eine spannende Verbindung ein“, so Elsing.
Bei der Preisverleihung am vergangenen Mittwoch in der Gewerbeschule gingen die Bäcker Anatol Zitzenwitz, Sonja Schwarzkopf und Dennis Peters als Sieger hervor. In einer anschließenden Versteigerung der 24 Lebkuchenhäuschen konnten alle anwesenden Gäste ihre Lieblingssehenswürdigkeit für ein Mindestgebot von 15 Euro erwerben. Der Erlös wird dem Kinder-Hospiz Sternbrücke gestiftet. (mr/hfr)
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