Lesen macht stark

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Viel Platz und tolle bunte Farben machen den Leseclub zu einem richtigen Abenteuer. Lesen macht hier natürlich mehr Spaß als im eigenen Klassenraum Foto: Grell
Hamburg: Bonhoefferstraße 13 |

Leseclub in der Grundschule soll Kindern in Hamburg Bücher nahe bringen

Von Karen Grell
Billstedt
Die Schule Bonhoefferstraße in Billstedt hat jetzt einen eigenen Leseclub bekommen. Auf schicken Holzregalen türmen sich interessante Bücher in die Höhe, darunter auch viele Bilderbücher für die Lesestarter, überall gibt es bunte Sitzbänke und kleine Kuschelecken, in denen man es sich beim Lesen gemütlich machen kann. „Lesen soll hier einfach Spaß machen“, meint Julia Stolz, eine Studentin der Bildungs- und Erziehungswissenschaften von der Helmut-Schmidt-Universität, die hier als Lese-Betreuerin vor Ort sein wird. Zusammen mit den Kindern will sie die Bücher und deren Geschichten erobern und auch verschiedene Angebote rund ums Lesen und Sprache anbieten. „Die Kinder sollen hier nicht mit den Büchern alleingelassen werden, sondern mit uns den Weg zum Lesen entdecken.“

Lesen ohne Leistungsdruck


Den gemütlichen neuen Raum finden die Schüler schon bei der Eröffnung in der vergangenen Woche sofort „absolut cool“ und Marina (8), Elma (7) und Gabriel (7) haben ganz schnell das schicke bunte Sofa als den besten Platz zum Büchergucken entdeckt. Die Stiftung Lesen hat diesen Leseclub im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht Stark. Bündnisse für Bildung“ und in Kooperation mit der Helmut Schmidt Universität an der Grundschule in der Bonhoefferstraße eingerichtet. Lesen soll hier im Club ohne Leistungsdruck Freude am Buch entwickeln und den Kids zeigen, dass ein Buch nicht immer mit schwierigen Texten und kniffeligen Matheaufgaben zu tun hat. „Vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung für sechs bis zwölfjährige Kinder einrichtet, soll dieses Projekt schon früh die Lesekompetenz der Kinder fördern“, erläutert Nathalia Ens, die Sprachlernberaterin der Schule das neue Konzept.

Lesekompetenz früh fördern


Mit dem Leseclub sollen die Grundschüler möglichst früh mit dem Buch als Freizeitbeschäftigung in Kontakt kommen. Der Leseclub soll deshalb auch anderen Kindern aus dem Stadtteil die Möglichkeit bieten, hier ein Buch anzusehen und auszuleihen. „Ich hab hier jetzt schon ganz viele meiner Lieblingsbücher entdeckt“, freut sich Melissa, die auch bei den Angeboten während der Öffnungszeiten dabei sein will. Kreuzworträtsel gefällt ihr sofort und auch Neva und Azram sind begeistert von dem Lebendigen Leseraum. „Mit verschiedenen Lese-Betreuern von unserer Uni und weiteren ehrenamtlichen Helfern soll den Kindern hier immer etwas geboren werden“, erklärt Julia Stolz. „Das Buch soll zu einem richtigen Abenteuer werden, deren Geschichten man mit viel Spaß entdecken möchte.“

Lesehelfer gesucht


Immer zwischen 14.15 und 15.45 Uhr in der Zeit der Nachmittagsbetreuung wird der Raum geöffnet sein. Für die lesefördernden Angebote für die Kinder werden noch Unterstützer gesucht, die Spaß am Lesen mit Kindern haben.
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