Mehr Sicherheit gefordert

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Die Radfahrer auf der Veloroute 8 passen auf, um nicht mit den Autos in Konflikt zu kommen Foto: fbt

Hammer Steindamm ist immer schwieriger zu überqueren

Von Frank Berno Timm
Hamm
Der kürzlich hergerichtete Hammer Steindamm wird immer mehr zur Ausweichroute für Autofahrer – Fußgänger und Radfahrer haben es zusehends schwerer, über die Straße zu kommen. Wer aus dem U-Bahnhof Hammer Kirche auf den Hammer Steindamm kommt, tritt ins Getöse. Je nach Tageszeit staut sich eine mehr oder weniger lange Autoschlange zur Hammer Landstraße hinunter – auch bergauf fährt nicht selten ein Auto nach dem anderen, zwischendurch kann man noch Radfahrer beobachten, die keuchend den Berg in Angriff genommen haben und dafür ihren Schutzstreifen benutzen. Dort, wo die Veloroute 8 (vom Bahnhof Burgstraße durch die Anlagen in Richtung Rauhes Haus) die Straße kreuzt, flitzen immer wieder Radler entlang, sorgfältig passen sie eine Lücke im Autoverkehr ab, um die Straße zu überqueren. Wenige Schritte weiter bergauf, hinter dem Kreisverkehr am Hammer Park, ist auch schon vor Auftakt des nachmittäglichen Berufsverkehrs eine Menge auf der Straße los. Für Radfahrer gibt es zwar auch hier seit den letzten Asphaltarbeiten im Winter einen Schutzstreifen, allerdings ist der auf der stadteinwärts gelegenen Seite unglaublich dreckig. Die Sievekingsallee ist bis zum Anschlag gefüllt, die Kette der mehrspurig fahrenden Autos will einfach nicht aufhören. Man kann sich vorstellen, dass Fußgänger auf dem Stück zwischen Kreisel und Sievekingsallee manchmal nur noch schlecht über die Straße kommen. Und es ist nachvollziehbar, dass die Kreuzung von Fahrrad- und Autoverkehr an der Veloroute nicht mehr sicher funktioniert, wenn die markierten Parkplätze ausgereizt sind.

Verkehr wird gezählt


Im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung Mitte brachten Grüne und SPD das Thema auf den Tisch. Dabei stellte sich auch heraus, dass es für die Strecke von Hasselbrook bis hinunter zur Hammer Landstraße zurzeit keine exakten Zahlen gibt, wie viele Autofahrer die Strecke wirklich benutzen. Angenommen wird, dass viele von den zugestauten Hauptrouten ausweichen. Die Parlamentarier wollen nicht nur, dass jetzt einmal gezählt wird, sondern es soll geprüft werden, ob auf der gesamten Strecke 30 km/h angeordnet wird. Die Politiker versprechen sich nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch weniger Lärm. An der Kreuzung Moorende/Hammer Steindamm soll das Überqueren der Straße durch einen Fußgängerüberweg übersichtlicher werden, die Fahrradpassage an der Hammer Kirche durch „geeignete Maßnahmen“ abgesichert werden. Das Plenum der Bezirksversammlung bestätigte den Beschluss, der Verkehrs- und Umweltausschuss will in seiner Novembersitzung einen Bericht hören. Nur eine Parallelstraße weiter gibt es eine ähnliche Initiative. In der Caspar-Voght-Straße hatten Anwohner sogar über 600 Unterschriften gesammelt, um den Hammer Regionalausschuss dazu zu bewegen, auch dort 30 km/h anordnen zu lassen (das Wochenblatt berichtete).
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