Mieterverein kritisiert Neubau

Anzeige
Anwohner der Legienstraße 45, drücken ihren Unmut über den Neubau aus. Foto: mt

An der Legienstraße sollen 88 Seniorenwohnungen entstehen

Billstedt. Bei einem Treffen zwischen einer Mietervereinigung der Legienstraße und der SAGA/GWG, bei dem es um ein Neubauprojekt auf dem Gelände der Legienstraße 45 ging, konnten Anwohner dem städtischen Wohnungsunternehmen erstmals Fragen stellen und Informationen bekommen. Seitdem im vergangenen Januar die Abrissarbeiten der Ladenzeile und des anliegenden Luftschutzbunkers begannen, waren die Anwohner verärgert.
„Wir haben nichts dagegen, dass etwas passiert. Das die alten Gebäude weg sind ist hier jedem Recht,“ sagt Dennis Thom (41), Anwohner des Baugrundstücks. „Viele sind jedoch verärgert, dass der Abbruch von der SAGA/ GWG nicht angekündigt wurde.“ Die meisten Nachbarn verlassen sich auf Thom, der in dem anliegendem Haus aufgewachsen ist. Der 41-Jährige informiert die Anlieger und strengt schließlich ein Treffen mit der Wohnungsgenossenschaft an. „Als einfacher Mieter hat man scheinbar keine Rechte“, fasst Thom seine Gefühle zusammen, als er von dem Bauprojekt durch Arbeiten unmittelbar vor seinem Vorgarten erfuhr.
Viele Bewohner der Legienstraße 47 leben schon seit über 30 Jahren in dem Block. Das Ehepaar Melitz war einer der ersten Mieter und zog vor 47 Jahren ein. Nun fürchten auch sie um das bisher ruhige und unbelebte Grundstück, welches eine entspannende Abwechslung zur belebten Legienstraße war.
Doch die Bagger werden wohl noch dieses Jahr zurückkommen. Der Bauantrag wurde im September vergangenen Jahres eingereicht und steht in den kommenden Wochen zur Entscheidung aus. Voraussichtlich wird der Neubau im August beginnen. Bei den Anwohnern bleibt Enttäuschung, aber auch die Hoffnung auf eine bessere Kommunikation mit der SAGA/ GWG. (mt)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige