Mit Pokémon-Go kreuz und quer durch Hamburg

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Direkt am Billstedter U-Bahnhof beginnt Thore Albertsen mit seiner Jagd nach den virtuellen Monstern Foto: Krüger
 
Pokémon Rossana will sich einfach nicht fangen lassen Foto: Krüger

Tipps und Tricks für angehende Monster-Jäger

Von Thore Albertsen
Hamburg-Billstedt
Man kann sie jagen, fangen und kämpfen lassen – Pokémon sind seit dem Erscheinen der App „Pokémon Go“ der absolute Hype in Sachen Smartphone-Spiele. Unzählige User machen sich täglich auf die Jagd, um auch die seltensten der kleinen virtuellen plüschtierartigen Wesen zu fangen. Ich selbst zähle zu der Generation, die die kleinen Monster noch vom Gameboy kannte und bin gespannt, die App selbst einmal auszuprobieren. Als Startpunkt hat mir eine Kollegin den U-Bahnhof Billstedt empfohlen, weil man dort auf einmal viele Pokémon fangen könne. Und tatsächlich – kaum starte ich die App noch an den Gleisen, fängt mein Smartphone gleich an zu vibrieren. Ein „Glumanda“, das aussieht wie ein kleiner Drache mit großen Augen erscheint auf der Karte, die die App mir anzeigt. Kaum drücke ich mit dem Finger auf die entsprechende Stelle in meinem Smartphone, koppelt sich das Spiel mit meiner Kamera, das Pokemon wird mir nun in meiner wirklichen Umgebung angezeigt. Direkt auf den Gleisern der U-Bahn. Mit Bällen, die automatisch auf meinem Handy angezeigt werden und die ich mit einem Fingerwisch auf das Pokémon schmeißen kann, muss das Tier gefangen werden. Ein Wurf, ein Treffer – er gehört mir.

Nicht jedes Pokémon will gefangen werden


Direkt vor der Hip-Hop-Academy springt mir ein weiteres vor meine virtuelle Linse. Dieses Mal ein „Rossana“, das aussieht wie eine pummelige lila Prinzessin mit langen blonden Haaren. Doch dieses Mal will es mir einfach nicht gelingen, das Pokémon einzufangen. Jeder meiner Poké-Bälle wird abgewehrt. Nach zehn Minuten und etwa 30 Bällen gebe ich auf und mache mich weiter auf die Jagd. Diese führt mich zunächst am Billstedt-Center entlang, dann Richtung Billstedter „Ringelpietz“. An dem Denkmal ist ein Pokéstop eingerichtet, sodass ich mich gleich wieder mit neuen Bällen versorgen kann. Von dort geht’s durchs Zentrum, vorbei an der Bronze-Statue „Und ewig schleppt die Frau“, dessen Namen ich nur durch die App gelernt habe, vorbei an der Bücherhalle in Richtung Autohaus Dello. Dort ist laut meiner virtuellen Karte eine Pokémon-Arena versteckt. Unterwegs begegnen mir dabei immer wieder kleine Gruppen von Pokémon-Spielern, die zusammen auf der Jagd sind. Fast zombieartig durchstreifen sie die Straßen immer auf der Suche nach dem neuesten Pokémon. Dabei übersehen sie auch gern mal die eine oder andere Laterne. Hohe Stolperrate. Langsam verstehe ich auch, wie die youtube-Videos zustande gekommen sind, bei denen Menschen auf ihr Handy gucken und dabei in die Alster fallen. Gerade als ich mich in die Kampfarena einloggen will, bemerke ich mein blinkendes Batteriesymbol auf dem Bildschirm. Die App hat in kurzer Zeit fast meinen gesamten Akku leer gesogen und auch von meinem Datenvolumen scheint einiges weg zu sein. Bleibt mir für den Rückweg also analoges aus dem Fenster gucken, um mich zu beschäftigen oder ich unterhalte mich mit meinem Sitznachbarn einfach über Pokémon-Go, immerhin hat er gerade ein Pikachu an der Haltestelle entdeckt.

Fünf Anfängertipps für Pokémon-Jäger



1. Neue Pokémon finden

Natürlich findet man neue Pokémon, indem man durch die Straßen läuft. Mit einer Rauchbombe oder in einem Lockmodul muss man aber einfach weniger laufen, denn die Pokémon kommen dann direkt zum Standort. In den Pokstops findet man Eier, die man in der Brütemaschine ausbrüten kann.

2. Sparsam mit Master-Pokébällen umgehen

Im Laufe des Spiels sammelt man Master-Pokébälle ein. Mit diesen sollte man sparsam umgehen und sie nicht für gewöhnliche Pokémon benutzen. Im Laufe des Spiels tauchen seltene und starke Pokémon auf, die sich nur mit diesen seltenen Pokébällen fangen lassen.

3. Pokémon mit Hilfe der Fußabdrücke fangen

Auf der Übersichtskarte sieht man unten rechts drei Pokémon. Klickt man darauf, sieht man die Pokémon, die in der Nähe sind. Unbekannte Pokémon erscheinen nur als graue Silhouette, schon gefangene dagegen komplett mit Farbe. Unter den Pokémon erscheinen Fußabdrücke, die euch verraten, wie weit sie von eurem Standort entfernt sind. Ein Fuß bedeutet, dass sie sehr nahe sind: Etwa im Bereich der Spielfigur auf der Karte. Bei drei Fußabdrücken befinden sie sich irgendwo im aktuellen bei Drehungen sichtbaren Bereich. Zeigt das Spiel keinen Fuß mehr an, steht man quasi direkt auf dem Pokémon. Beobachtet man bei der Monsterjagd die Fußabdrücke, kann man ungefähr erahnen, wo sich das Pokémon befindet.

4. Das richtige Pokémon für den Kampf wählen

Wer ohne einen wirklichen Plan die virtuelle Pokémon-Arena betritt, hat kaum Chancen auf den Sieg. So gilt es den richtigen Pokémon-Typ auszuwählen und gegebenenfalls während des Kampfes zu wechseln. Denn Pflanzen-Pokémon sind zum Beispiel stärker als Wasser-Pokémon. Diese sind jedoch wieder stärker als Feuer-Pokémon.

5. Power-Bank dabei haben

Wer sich auf eine lange Pokémon-Jagd macht wird schnell feststellen, dass der Akku das Smartphones nicht ewig hält. Daher bietet es sich an, eine tragbare Aufladestation, eine sogenannte Power-Bank, dabei zu haben. So kann man unterwegs sein Smartphone ganz einfach aufladen.
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