Mobile Suchtberatungsstelle für Billstedt?

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Auch derartige „Groschengräber“ sind für Spielsüchtige eine permanente Versuchung. Foto: güb

Scheu von Hilfesuchenden soll durch Angebot abgebaut werden

Billstedt. Viele Menschen in Deutschland sind von der Spielsucht betroffen. Die Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren sind alarmierend.

Murat Gözay, Mitglied der Fraktion der Grünen im Regionalausschuss Billstedt, sagt dazu: „Da es in Billstedt so viele Möglichkeiten des Spielens gibt, liegt die Vermutung nahe, dass auch hier viele Bürgerinnen und Bürger eine Beratung nötig haben, aber nicht wissen, wo sie hingehen sollen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass oft auch Menschen mit Migrationshintergrund von der Spielsucht betroffen sind.“
Für ihn steht fest, dass zur Überwindung der Spielsucht eine mobile Suchtberatungsstelle, die in Billstedt an zentralen Orten und Plätzen eine mehrsprachige Suchtberatung anbietet, eine große Hilfe sein könne. Seiner Meinung nach wird die Scheu vor der Inanspruchnahme von Hilfe durch mobile Stationen etwas abgebaut.
Vielen Betroffenen fehle oft das Wissen, wo sie Hilfe bekommen können. Eine mobile Beratungsstelle wäre sichtbar im Stadtteil, präsent an wechselnden Standorten und sei somit einfach zu erreichen. Der Politiker der Grünen-Fraktion hat auf der vergangenen Sitzung des Regionalausschusses Billstedt einen Antrag eingereicht, mit dem der Bezirksamtsleiter gebeten wird, „sich bei der Fachbehörde für die Realisierung eines Beratungsangebotes für Spielsüchtige und deren Familienangehörigen in Billstedt einzusetzen“. Der Bezirksamtsleiter wird in dem Antrag weiterhin gebeten, zusammen mit der zuständigen Fachbehörde „die Parameter für die Einrichtung einer mobilen Suchtberatungsstelle zu prüfen und eine Kostenrechnung über Personal-, Fahrzeug- und Infomaterialkosten zu erstellen“. (güb)
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