Muslime für Billstedt

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Danke, Hamburg! Die Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Gemeinde kehrte am Neujahrsmorgen Billstedts Straßen, um sich bei Stadt und Nachbarn für den freundlichen Empfang erkenntlich zu zeigenFoto: Ahmadiyya Muslim Gemeinde

Ahmadiyya Muslim Gemeinde gut im Stadtteil eingerichtet

Billstedt. Bei den Mitgliedern der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in der Region Hamburg-Ost wird Zusammenhalt, Glaube und Integration groß geschrieben. Der Vorstand aus zwölf jungen Männern setzt sich neben Abiturstress und Uniprüfungen ehrenamtlich für die Interessen Jugendlicher aus Billstedt und Umgebung ein.
Die Aufräumaktion am Neujahrsmorgen ist nur eins von vielen Beispielen, mit denen die Organisation versucht, Zeichen für ein gesellschaftliches Miteinander und den interreligiösen Frieden zu setzen. 18 Jugendliche nahmen Besen und Handfeger in die Hände und halfen mit, am 1. Januar ab 8 Uhr die Straßen im Stadtteil von den Überresten der Silvesternacht zu säubern. Das gemeinsame Kehren ist ein Dankeschön an die Stadt Hamburg und die Nachbarschaft, die sie und ihre Familien mit offenen Armen empfingen. Die jungen Mitglieder wurden als zweite Generation in die Gemeinde hineingeboren, ihre Eltern und Verwandten waren Flüchtlinge aus Pakistan, die hier Unterschlupf und mit der Zeit ein neues Zuhause fanden.

Gut organisiert

Die Organisationsstruktur der Glaubensgemeinschaft, die bundesweit rund 30.000 Mitglieder zählt, ist überregional gleich. Es wird jeweils ein Vorstand mit einem Vorsitzenden gewählt, der verschiedene Ämter und Funktionen an die Mitglieder verteilt. So auch in der Billstedter Jugendorganisation, die eine Altersgruppe von sieben bis 40 Jahren umfasst. Jeder der zwölf Inhaber ist für ein anderes Themengebiet zuständig, etwa Soziales, Sport, (Schul-)Bildung. Mit dem Slogan „Muslime für Frieden“ präsentieren sich die Jugendlichen an Infoständen und werben für Toleranz, Integration, Gleichberechtigung, Freiheit und interkulturellen Frieden. „Wir sind eine Gemeinschaft, die zusammenhält. Dieses Gemeinschaftsgefühl, das von uns ausgeht, wollen wir nach außen tragen und verbreiten“, berichtet Saleem Maqbool, der für Soziales und Bildung zuständig ist.
Zukünftig ist geplant, einen Debattierclub anzubieten, in dem regelmäßig über verschiedene gesellschaftliche und religiöse Themen gesprochen werden kann. Sie würden gern mit anderen Organisationen ihrer Gemeinde Fußballturniere veranstalten. Gerade wurde ihnen vom Bezirksamt Mitte eine Turnhalle für ein regelmäßiges Sportangebot zur Verfügung gestellt. Weitere Projekte wie Besuche in Altenheimen und Schulen sowie Nachhilfeunterricht sind in Planung. Auf die Frage, warum eigentlich keine jungen Frauen in der Jugendorganisation vertreten sind, antwortet Iftikar Malik schmunzelnd: „Die Frauen bei uns haben ihre eigene Organisation und einen eigenen Vorstand.“ (mk)

Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Fazle-Omar Moschee, Wieckstraße 24, Tel.: 40 55 60, info@fazleomarmoschee.de, fazleomarmoschee
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4 Kommentare
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Erich Heeder aus Billstedt | 14.02.2013 | 10:35  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 18.02.2013 | 18:20  
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Erich Heeder aus Billstedt | 18.02.2013 | 20:52  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 29.05.2013 | 20:12  
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