Natur für Billstedter Stadtkids

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Hinter dem Haus ist eine Weide mit Pferden – in der Pause kann geritten werden Foto: kg

Individuelles Lernen im Grünen: Gebrüder-Grimm-Schule erhält Zubau

Von Karen Grell
Billstedt
Die Gebrüder-Grimm-Schule hat zwei verschiedene Standorte. Den der Klassen eins bis sechs am Steinadlerweg und die weiterführende Schule am Querkamp. Im Steinadlerweg gibt es jetzt für die über 450 Schüler einen Zubau, um durch mehr Platz auch differenzierteres Lernen anbieten zu können. Schulleiter Kristof Dittrich ist von dem Neubau absolut begeistert und überzeugt davon, dass „intensives Lernen auch in kleineren Gruppen den passenden Raum finden wird“. In weiteren Bauabschnitten soll nach Fertigstellung des Neubaus auch der Altbestand saniert und modernisiert werden. Das Konzept aus den 1960iger Jahren, das viel Grün rund um die Hamburger Schulen vorgesehen hat, ist hier am Steinadlerweg in geradezu überraschender Weise zu erkennen. Ein ganzer Wald erstreckt sich auf dem Schulgelände, während hinter dem Haus eine Weide mit Pferden untergebracht ist, auf denen die Schüler in der Pause reiten können. Dazu viele Hochbeete, ein Gewächshaus und sogar ein eigener Schulzoo. Dies ist etwas besonderes, vermutet man es doch nicht hinter den viel befahrenen Billstedter Straßen. Gerade für die Stadtkinder, die wenig Kontakt zur Natur haben, ist dieses Gelände der beste Ort, um Garten und Anbau selber zu erleben. Schulleiter Kristof Dittrich spricht von einem internen Gartendenkmal, das die Schule hier besitze. Der Neubau liegt deshalb auch an der äußeren Grenze des Schulgeländes, gleich neben den alten Gebäuden und passt sich somit optimal der Gebrüder-Grimm-Schule an. Besonders positiv erwähnt der Schulleiter die rücksichtsvolle Bauweise der Arbeiter, die weder großen Lärm noch viele andere Hürden mitbringen würden. Durch den Abriss eines alten Schulhauses, das an der Stelle stand, wo heute das neue Gebäude entsteht, sind dem Schulbetrieb vier Räume verlorengegangen. Durch die Baumaßnahme kommen acht neue wieder hinzu, darunter Fach- und Differenzierungsräume, eine Mensa mit Aufwärmküche und auch einem Lehrbereich, in dem die Schüler experimentieren können, ein Sachkundetrakt und ein Kunstatelier. „Das gemeinsame Essen in der Aula war mehr ein Provisorium“, so Dittrich. Das entstehende Schulgebäude wird zweistöckig gebaut und erhält neben neuen Klassenräumen im ersten Stock auch eine Bibliothek. Die hellen und großzügigen Flure sollen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten bieten, in denen die Kids sich auch in kleinen Gruppen zusammensetzen können. „Hier wurden intelligente Ideen genutzt, um ruhige Arbeitsbereiche entstehen zu lassen“, erklärt Kristof Dittrich. Ab 2018 wird der Altbestand saniert; im Herbst dieses Jahres soll der Zubau bereits fertig sein. Insgesamt sind für die beiden Standorte der Gebrüder-Grimm-Schule etwa 14 Millionen Euro ausgegeben worden. Bei knapp 900 Schülern und 100 Kollegen im pädagogischen Bereich, war die Erweiterung unbedingt notwendig.
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