Neubau der Legienbrücke in Horn

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Die Legienbrücke ist teilweise eingerüstet. Eine Behelfstreppe wurde bereits errichtet Foto: fbt

Teil-Sperrungen unerlässlich. Kosten: 10 Millionen Euro

Von Frank Berno Timm
Horn/Billstedt
Legienbrücke muss ersetzt werden. Die vorbereitenden Arbeiten dazu haben begonnen. Eine Treppe aus Gerüstteilen, dazu ein umzäuntes Feld zwischen den Gleisen der U-Bahn: Hier wird nicht, wie man vielleicht meinen würde, neuerdings Fußball gespielt, sondern der Abriss und Neubau der Legienbrücke vorbereitet. Das aus dem Jahr 1964 stammende Bauwerk muss, wie die Verkehrsbehörde mitteilt, ersetzt werden. Für Abriss und Neubau ist die Legienstraße ab 5. September bis voraussichtlich Ende November 2017 zwischen Riedweg und Helma-Steinbach-Weg gesperrt. Die Arbeiten laufen in mehreren Schritte und beginnen in Kürze mit dem Bau einer Hilfsbrücke. Sie wird zum Baufeld zwischen den Gleisen über das südliche U-Bahn-Gleis führen und zwischen dem 5. und 10. September in den nächtlichen Betriebspausen der U-Bahn eingehoben.

Wirtschaftliche Lösung

Im Oktober wird der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die alte Brücke abreißen. Dafür muss die U-Bahn-Strecke vom 4. November (22 Uhr) bis 7. November (Betriebsbeginn) gesperrt werden, es fährt Schienenersatzverkehr. An den darauf folgenden Wochenenden wird der LSBG die alten Widerlager entfernen und dafür jeweils ein Gleis sperren, die U-Bahn fährt dann im Pendelbetrieb. An diesen Wochenenden werden auch die Baugruben für die neuen Widerlager ausgehoben. Wenn im Sommer 2017 die neuen Widerlager stehen, folgt die Montage der Stahl-Beton-Verbundträger. Im November 2017 will der LSBG fertig sein. Der Brückenquerschnitt soll laut Verkehrsbehörde neu geordnet werden. Es kommen breitere Radwege, außerdem müssten zwei Bäume gefällt werden. Als Ersatz will man sechs neue Linden pflanzen. Wie es weiter heißt, ist ein Brückenneubau die wirtschaftlichste Lösung und für „die weitere Umsetzung des Wohnungsbauprogramms im Bereich Billstedt eine volle Belastbarkeit unerlässlich“. Nach Angaben der Verkehrsbehörde sind die Nachbarn der Baustelle über die im Herbst anstehenden Arbeiten mit Handzetteln informiert worden. Sie müssen sich ohnehin auf Veränderungen einstellen: Die Hochbahn plant, im Freiraum zwischen den Gleisen eine neue Betriebswerkstatt mit Waschanlage zu errichten, die für die Wartung der Züge auf der U2 und U4 zuständig sein soll (das Wochenblatt berichtete).
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