Neue Gefühle auf Diagonalstraße

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Radfahrer können auf der Diagonalstraße ein ganz neues Fahrgefühl erleben Foto: fbt

Radweg auf die Fahrbahn verlegt. Jetzt wird am Hammer Steindamm gearbeitet

Von Frank Berno Timm
Hamm
Ein Dieselmotor brummt im Leerlauf vor sich hin, zwei Arbeiter nippen an ihren Kaffeebechern. Die beiden erledigen Restarbeiten an der Mulde für einen der neuen Bäume, die gepflanzt wurden. Hier, in der Diagonalstraße, hat die Fahrbahn eine neue Decke bekommen, die Radwege sind auf die Straße verlegt und auf den alten Fahrradspuren Parkplätze ausgewiesen, die bereits eifrig genutzt werden. Fotografieren lassen wollen sich die Männer nicht: „Gehen Sie mal hoch auf den Hammer Steindamm, da fräsen sie gerade ...“,
sagt einer der Arbeiter. Vorn, an der Hammer Landstraße, ist die Kreuzung überarbeitet worden: Sehbehinderte können sich nun an den eingelassenen Steinen besser orientieren. Autofahrer sollten die Gegend dennoch weiträumig meiden: Stadteinwärts wird eine Sackgasse angezeigt.
Dafür ist bergauf Richtung Hammer Marktplatz lebhafter Verkehr. Hinter dem Kreisel arbeiten eine große und eine kleinere Fräsmaschine an der Fahrbahndecke, Abschleppwagen klauben geparkte Autos vom Straßenrand. Der Weg vom Kreisel in Richtung Hasselbrook ist gesperrt, in die andere Richtung suchen sich die Fahrzeuge ihre Durchfahrtmöglichkeiten zwischen den Kippern, Abschleppautos und Teerfräsen. Die erste Fahrspur ist schon einmal „rasiert“ und schon kommt unter dem abgeschrubbten Asphalt kleinteiliges Kopfsteinpflaster zum Vorschein.
Norman Cordes vom Bezirksamt Mitte erläutert dem Wochenblatt, es gehe darum, auf der Route von der Sievekingallee über den Hammer Steindamm und die Diagonalstraße bis zum Mittelkanal den Fahrradweg jeweils auf die Straße zu legen und gegebenenfalls die Straßendecke zu sanieren. Geplant waren dafür 650.000 Euro, es werde „voraussichtlich 100.000 Euro billiger“. Man wolle die Bauarbeiten „im November noch abschließen“, sagt Cordes. Auch er hält es für klug, mit dem Auto aktuell die Gegend weiträumig zu umfahren.
Am Hammer Steindamm wird indes weiter gearbeitet. Eine Teerfräse wird mit Wasser betankt, ein leerer Kipper bringt sich in Position, um weitere Asphaltreste aufzunehmen und unter den abgelösten Schichten kommt Kopfsteinpflaster zutage. Und zwischendurch rieseln die Herbstblätter, die Wege und Straßen auf ihre Weise einhüllen.
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