Neue rosa Kaffeeklappe

Anzeige
1
Zartrosa glänzt der Container, der bald als Kaffeeklappe fungiert Foto: wb

Elbpark Entenwerder: Projekt auf Ponton nimmt Gestalt an

Rothenburgsort Kaffeeklappen haben in Hamburg Tradition. Hafenarbeiter trafen sich in den Büdchen, um bei Heißgetränk und belegtem Brötchen Neuigkeiten auszutauschen. Am Entenwerder Elbpark öffnet demnächst ein Café-
Kiosk der besonderen Art – in Rosa und für alle Hamburger. Untergebracht in einem ausrangierten Container wird die Kaffeeklappe etwa ab Mitte Juni ein neuer Farbtupfer am Wasser in Rothenburgsort sein. Ausgeschenkt wird unter anderem Kaffee aus einer kleinen Rösterei nebenan. Die „Hafenklappe“, so der voraussichtliche Name, ist Teil eines Projektes von Textilunternehmer Thomas Friese („Thomas i-Punkt“, 71).
Auf einem 600 Quadratmeter großen Ponton, neben einer ehemaligen Zoll-Anlage entsteht ein neuer öffentlicher Ort am Wasser. Seit September 2014 führt die 40 Meter lange Elbparkbrücke vom Park zum Wasser. Ab Sommer können dort Kinder günstig bei den „Elbpiraten“ segeln lernen. Das Non-Profit-Projekt hat seine Basis künftig in einem „goldenen“ Pavillon (wir berichteten), einem elf Meter hohen, mit Kupfer verkleideten Kunstbauwerk.
„Die Abstimmungen mit den Behörden haben noch etwas gedauert, aber jetzt ist der Schlosser an der Arbeit“, sagt Alexandra Friese (47), die die Ideen ihres Vaters mit einem gemeinnützigen Verein und tatkräftigen Unterstützern umsetzt.
Ein „Kleinod“ an der Elbe soll das Ponton-Projekt werden, bei dem auch die mithelfen, die bald davon profitieren: 180 Kinder von der Grundschule Rothenburgsort treffen sich am 24. April am Elbpark, um Müll zu sammeln. Mit dabei ist Umwelt- und Klimareferentin Dr. Birgit Mieding, um die Schüler am Wasser mit spannenden und interessanten Informationen zu begleiten. Die Elbe ist zwar so sauber wie seit 150 Jahren nicht, aber Müll bedroht weltweit die Ozeane. Riesige Strudel alter Plastikflaschen treiben auf den Meeren.

Angebote für viele


Die Aktion gehört unter dem Titel „ElbXperience“ zum Ponton-Projekt wie das Kindersegeln. „Aber vielleicht hat nicht jedes Kind dauerhaft Spaß am Segeln“, so Alexandra Friese. Exkursionen und Experimente seien ein zusätzliches Angebot.
Den Rothenburgsorter Kindern dasselbe Hobby zu ermöglichen wie Altersgenossen an der Alster, in „Optimisten“, das ist das Ziel der bunten Aktivitäten am Entenwerder Elbpark. Seine Beschaulichkeit soll er jedoch behalten, auch wenn der Elbradweg von der HafenCity und ab 2018 auch die neue U-Bahnstation Elbbrücken Rothenburgsort vom Geheimtipp zum Hotspot machen könnten. (sta)
1
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige