Neue Straßen – alte Namen

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Hier könnten bald die Werkstätten des Opernfundus an der neuen Nieburstraße stehen Foto: mt

CDU macht Vorschläge für Areal des Huckepackbahnhofs

Von Marco Thielcke
Rothenburgsort. Das Gelände des ehemaligen Huckepackbahnhofs bietet Rothenburgsort ganz neue Möglichkeiten. Neues Gewerbe, Wohnungen und vielleicht sogar der Opernfundus könnten auf dem 10,6 Hektar großen Areal entstehen - und dazu voraussichtlich acht neue Straßen. Die CDU macht jetzt bereits Vorschläge für die neuen Verbindungen im Stadtteil: Nieburstraße und Billhorner Stieg. Damit würden Straßen zum Leben erweckt, die es schon vor 70 Jahren in Rothenburgsort gegeben hat: Sie verliefen nördlich der Hochbahn-Haltestelle Rothenburgsort direkt an der Bahntrasse. Im Krieg wurden sie durch Bomben zerstört und nicht wiederaufgebaut.

Diskussion beginnt gerade erst

Mit der Umgestaltung des ehemaligen Huckepackbahnhofs-Areals - im Bebauungsplan Rothenburgsort 17 zusammengefasst - könnte das aufstrebende Quartier mehrere neue Straßennamen bekommen. Die CDU macht nun mit ihren Vorschlägen den ersten Schritt, auch die SPD und die Grünen beschäftigen sich mit dem Thema.Holger Schmidt, CDU-Mitte, sagt: „Ich rechne mit acht neuen Straßenzügen. Wir haben durch die Neugestaltung auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände die Chance ein altes Stück Rothenburgsort wiederzubeleben.“ Der Antrag wird bei der nächsten Regionalausschusssitzung diskutiert. Falko Droßmann, Fraktionsvorsitzender der in Mitte regierenden SPD: „Ich denke, das Thema ist beim Stadtteilrat und dem Regionalausschuss gut aufgehoben. Über die Straßennamen sollten die Menschen aus Rothenburgsort entscheiden.“
Der neue Billhorner Stieg könnte unter der Bahntrasse die Billhorner Kanalstraße mit dem neuen Gewerbegebiet am alten Huckepackbahnhof verbinden. Die Nieburstraße soll nach Vorstellungen der CDU den Billhorner Deich und die Billhorner Brückenstraße verbinden.
Die Familie Niebur machte sich seit dem 14. Jahrhundert in Hamburg verdient. Johann und Lorenz Niebur waren hamburgische Bürgermeister. Dietrich Niebur, der am Billwerder Deich ein Gehöft besaß, war von 1624 bis 1643 Senator.

Opernfundus kommt nach Rothenburgsort

Auf die Fläche des alten Güterbahnhofs in Rothenburgsort wird auch der neue Opernfundus ziehen. Die Werkstätten sitzen zur Zeit in Barmbek und müssen ihre Räume verlassen. Lange war Wilhelmsburg als neuer Standort im Gespräch. Doch Künstler und Anwohner protestierten gegen die Entscheidung. Oberbaudirektor Jörn Walter wählte daraufhin den ehemaligen Huckepackbahnhof in Rothenburgsort als neuen Standort. Der Neubau wird ungefähr zwei Fußballfelder groß und vier Stockwerke hoch sein. 30 bis 40 Millionen Euro wird der neue Opernfundus in Rothenburgsort kosten. (mt)
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1 Kommentar
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Philipp Anz aus Rothenburgsort | 25.09.2013 | 17:06  
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