Neues Haus für „Because I am a Girl“

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Luca Verhoeven war schon als Kind mit seiner Mutter Senta Berger auf ihren Reisen dabei
 
Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz und Schauspielerin Senta Berger legten gemeinsam den Grundstein für das neue GebäudeFotos: Grell

Schauspielerin Senta Berger engagiert sich für Kinder

Von Karen Grell

Barmbek Weltweit werden Kinder immer noch vernachlässigt, misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Besonders Mädchen leiden in vielen Ländern unter Diskriminierung und wachsen, gegenüber ihren Brüdern, unter schlechteren Bedingungen auf.

Sie müssen sich um den Haushalt und die jüngeren Geschwister kümmern, während die Jungen eine Schule besuchen und ihre Freizeit nach eigenen Wünschen gestalten dürfen. Die Kinderhilfsorganisation „Plan International Deutschland“ kämpft darum seit Jahrzehnten unter dem Motto „Gebt Kindern eine Chance“ für ein besseres Leben für die Jüngsten in der Gesellschaft, die selber keine Stimme haben und deshalb auch nicht erhört werden.
Die Kampagne „Because I am a Girl“ soll nun die Rechte der Mädchen durchsetzen, denn weltweit gehen 62 Millionen Mädchen nicht in die Schule und immer noch werden
15 Millionen von ihnen bereits vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. Um diese Situation zu verbessern, wird es in Barmbek ein neues Haus der Stiftung „Hilfe mit Plan“ geben, das direkt gegenüber des bereits bestehenden Hauses an der Bramfelder Straße liegen soll.

Die Schauspielerin und Schirmfrau Senta Berger und Bürgermeister Olaf Scholz haben zur Einweihung des Bau-Projektes bereits den Grundstein für einen neuen Ort gelegt, der als Begegnungsstätte ein Zeichen für die Rechte von Mädchen und für mehr Chancengleichheit setzen soll. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass hier ein neues Haus entstehen wird, in dem die Weichen für eine bessere Zukunft für Mädchen gestellt werden können“, so Senta Berger, die Kinderhandel und die extreme Benachteiligung von Mädchen in vielen Ländern beklagt.

Experten im Einsatz

„Ich habe auf einer Reise in Nepal mit meinem Sohn Luca eine Situation erlebt, die mich tief getroffen hat“, berichtet Senta Berger im Rahmen der Grundsteinlegung. Ein kleines Mädchen, das trotz bitterer Kälte nur in Fetzen gekleidet war, habe mehrere schwere Wasserflaschen auf dem Rücken nach Hause getragen, während ihre Brüder gleich daneben in schicken Schuluniformen Fußball spielten: „Das Bild kann ich nicht mehr vergessen, es hat sich in meine Gedanken eingebrannt.“ Die Antwort der Mutter auf die Frage nach dem Warum lautete damals vor mehr als
20 Jahren: „Because she is a girl!“ Weil sie ein Mädchen ist.

Senta Berger wollte die schreiende Ungerechtigkeit, wie sie die schlechte Behandlung von Mädchen nennt, nicht akzeptieren und gab deshalb den Impuls für die internationale Mädchen-Kampagne. Bürgermeister Olaf Scholz freut sich darüber, dass in Barmbek Mädchen die irgendwo auf der Welt bisher unentdeckt in schlimmen Lebenssituationen weilen, jetzt eine Stimme bekommen sollen.
Das neue Haus soll ein Ort werden, in dem Mädchen endlich zu Anführerinnen ihrer eigenen Träume und ihres Lebens werden. Experten aus allen Bereichen der Kinderrechte, Politik und Wirtschaft werden jungen Frauen helfen. Senta Berger hat mit der Grundsteinlegung somit auch eine neue Phase von Plan International eingeläutet. Die größte Mädchenrechtsorganisation, die sich seit Jahren für Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika einsetzt, will in den nächsten fünf Jahren 100 Millionen Mädchen den Weg ebnen und sie dabei unterstützen, ihr Leben zu gestalten.
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