Neues Sport- und Kulturzentrum in Hamm kommt

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Das neue Sport- und Kulturzentrum in Hamm. Neben dem HT16 zieht auch das in Hamm beliebte Theater Sprechwerk in den Neubau Foto: HT16

Nach langer Vorlaufzeit treten Planer beim HT16-Sportzentrum aufs Gas

Von Marco Dittmer
Hamm
Es ist eines der ambitioniertesten Projekte im Stadtteil: Das neue Sport- und Kulturzentrum in Hamm wird nicht nur die neue Heimat der Hamburger Turnerschaft 1816, es wird auch ein Sport- und Kulturzentrum für ganz Hamm – inklusive 130 neugebauter Wohnungen direkt nebenan. Ein Impuls für das ganze Quartier. Der Senat beschloss nun den 10,47 Millionen Euro teuren Neubau nahe der U-Bahn-station Burgstraße. Ebenso ambitioniert wie der Neubau ist auch der Zeitplan, den sich die Planer der Vermögensverwaltungsgesellschaft Roggenbuck GmbH gesetzt haben. Im Sommer beginnen erste Arbeiten auf der Grünfläche unterhalb der Grundschule Hohe Landwehr, die Grundsteinlegung ist pünktlich zur 200-Jahr-Feier am 11. November geplant. Ende 2017 sollen dann in der Einfeldhalle mit einem bis zu 14 Meter hohen Kletterpark bereits die Lichter brennen. Nach dem Einzug in den Komplex startet die zweite Phase des Hammer Bauprojektes. An Stelle der 60 Jahre alten Halle entsteht auf dem alten Gelände ein Wohnquartier samt sozialem Wohnraum, einem Theater, Arztpraxen, Kita und sozialen Einrichtungen. Eine breite Treppe verbindet den Vorplatz der Gebäude mit der U-Bahn Burgstraße. Einer der neuen Mieter ist der Kulturladen Hamm, der bisher auf einem Hinterhof nicht weit entfernt an der Carl-Petersen-Straße sitzt. Kerstin Zech leitet den Stadtteilverein. Die 60-Jährige freut sich auf den Umzug Ende kommenden Jahres. „Der neue Standort hat viele Vorteile. So ist er zum Beispiel barrierefrei. Vor allem erhoffen wir uns mehr Laufkundschaft“, so Zech.
Michael Osterburg von den Grünen unterstützt das Projekt ebenfalls: „Hamm wird sehr davon profitieren, dass es hier eine komplette Quartiersgestaltung gibt. Dass hier Sport, Kultur und Wohnen gemeinsam geplant wird, ist ein tolles Beispiel für kluge Stadtplanung“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende in Mitte. Von einem neuen zentralen Punkt spricht Holger Schmidt von der CDU: „Die Mischung aus Sport, Kultur und Wohnen schafft eine neue Begegnungsstätte in Hamm.“

Zuschüsse drücken Kosten


Trotz der umfangreichen Neugestaltung im Quartier, der Millionen-Neubau wird die Stadt kaum etwas kosten. Zwar übernimmt Hamburg mit 6,625 Millionen Euro fast zwei Drittel der Gesamtkosten. Durch den Verkauf des alten Grundstücks und die geplante Kita und Sporthalle fließen aber wieder mehr als sechs Millionen Euro zurück in die Kassen. So kommen 4,2 Millionen aus dem Grundstücksverkauf, 1,4 Millionen von der Schulbehörde und 875.000 Euro vom Bund für die Kinderkrippenplätze zusammen. Die restlichen knapp vier Millionen Euro stemmt der HT16 durch Zuschüsse vom Sportbund und einem 3-Millionen-Euro-Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Der HT16 ist der älteste Turnverein der Welt. Rund 5.000 Mitglieder sind in Hamm, Horn und Billstedt aktiv. Rund 400 Ehrenamtliche und 120 Trainer leiten die vielen Sportgruppen im Verein.
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