Oststeinbek will neue Schule bauen

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Bürgermeister Jürgen Hettwer und Bauamtsleiterin Kristina Kral vor einer Abbildung der bisherigen Schule Foto: fbt

Jetzige Grundschule ist zu klein – europaweite Ausschreibung geplant. Einzug soll 2020 sein

Von Frank Berno Timm
Oststeinbek
Wenn alles gut geht, wird in Oststeinbek eine neue Grundschule errichtet. Sie soll neben der jetzigen auf einem unbebauten Grundstück entstehen.
Bürgermeister Jürgen Hettwer (52, parteilos) sagt, die jetzige Grundschule sei an der Schwelle zur Vierzügigkeit“ – das bedeutet: In jeder Jahrgangsstufe wird es bald vier Klassen geben. Noch unklar sei, ob die bestehende Einfeldturnhalle ebenfalls neu gebaut werde – ansonsten stehe das Raumprogramm.

Architektenwettbewerb



Nach Worten von Bauamtsleiterin Kristina Kral (31) wird der nächste Schritt ein zweiphasiger Architektenwettbewerb sein. An der europaweiten Ausschreibung würden sich zwischen 50 und 150 Architekturbüros beteiligen, in der zweiten Phase dann unter zehn Architekten der Gewinner ermittelt. Zu den notwendigen Kosten machen Hettwer und seine Bauamtsleiterin nur sehr vorsichtige, vorläufige Angaben. Man gehe von 15 Millionen Euro aus – eine präzisere Summe kann wohl erst genannt werden, wenn feststeht, welche Räume genau gebaut werden. Der Gewinner des Architektenwettbewerbs soll Anfang 2018 feststehen, dann folge die Kostenschätzung und Entscheidung, der Einzug in der Schule könnte im Jahr 2020 sein. „Es wäre denkbar“, so Hettwer, dass die neuen Räume „phasenweise“ übernommen würden – die bisherige Schule liege ja in unmittelbarer Nachbarschaft. Sanierungsarbeiten in den bisherigen Gebäuden, die aus den 70er-Jahren stammten, würden nach Angaben des Bürgermeisters jedenfalls genauso viel wie ein Neubau kosten.

Finanzierung über Jahre

Wie die neue Schule bezahlt wird? Hettwer antwortet, die Gemeinde verfüge über 17 Millionen Euro liquide Mittel, die aber nicht angetastet werden dürften, weil Oststeinbek Umlagen zu bezahlen habe. Es sei geplant, mit den derzeitigen, günstigen Zinsen die Schule über 20 Jahre verteilt zu finanzieren – als gerechten Generationenausgleich. Natürlich, räumt Hettwer ein, beeinflusse ein solches Projekt die Finanzen der Gemeinde. Man wolle eine „zukunftsfähige Grundschule“ bauen – mit Ganztagsbetreuung; der bisherige Hort soll aber bleiben.
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