Parkplatznot in Hamm dank P+R?

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Die kleinen Nebenstraßen in Horn und Hamm sind oft zugeparkt. Das war nicht immer so. Die Anwohner vermuten, dieses Ärgernis könnte mit den Gebühren für die Park-and-Ride-Anlagen zusammenhängen Foto: Grell

Anwohner klagen über volle Stellflächen. Sind die Parkgebühren in Horn und Hamm schuld?

Von Karen Grell
Hamm
Rund um die Park-and-Ride-Anlagen in Horn und Hamm gibt es kaum noch freie Parkmöglichkeiten. Die Anwohner ärgert das, denn sie sind auf die wenigen Parkplätze vor der Haustür angewiesen. Hakan G. (27), der direkt neben der U-Bahn an der Horner Rennbahn wohnt, hat schon versucht, bei der Hausverwaltung einen Parkplatz anzumieten, „leider gibt es aber zurzeit keine freien Kapazitäten“, so die Antwort der Vermieter. Eine Katastrophe für den Studenten, der auch für seine Eltern, die in der Nachbarschaft wohnen und schlecht zu Fuß sind, bereits vor Monaten einen Stellplatz beantragt hat. Früher sei es in den Anwohnerstraßen einfacher gewesen das Auto abzustellen, berichten viele Nachbarn in Horn. Sie vermuten, dass vielen Pendlern, die in der Regel das Park and Ride Parkhaus nutzen, die Tarife einfach zu teuer sind und diese lieber kostenlos in den Seitenstraßen nahe der Bahnhöfe parken. Die Einnahmen der Stadt gingen somit auf Kosten der Bewohner der Stadtteile, die der Meinung sind, hier ein Recht auf einen Stellplatz zu haben. „Man könnte, wie auch in Lübeck, einen Anwohner-Ausweis ausstellen und damit die Umgebung für andere unattraktiv machen“, so Hakan G., der nicht weiß, wie seine Eltern den Weg von den oft weit entfernten Parkplätzen zur Wohnung schaffen sollen. „Ich gehe oft bis zu 20 Minuten nach Hause, wenn ich dann endlich mal einen Platz gefunden habe“, schimpft er und hofft auf eine schnelle Lösung in Sachen P&R-Anlage. Im Stadtteil nachgefragt, sind viele Hammer dafür, die Gebühren für die Parkmöglichkeit in U-Bahn Nähe wieder abzuschaffen. „Das war keine gute Idee“, meint auch Miriam Möllers, die in der Entscheidung einen Konflikt zur Umweltpolitik der Stadt sieht. „Wer die Leute in die Bahnen bekommen möchte, der sollte auch Parkplätze anbieten“. Die Gelder, die für die Fahrradzähler, wie der an der Außenalster, ausgebeben wurden, hätten ihrer Meinung nach lieber für kostenlose Stellplätze investiert werden sollen.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 06.11.2016 | 11:05  
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