Paulus-Schule gehört zu Billstedt

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Pfarrer Siegfried Albrecht segnet den Schulneubau. Schülerin Orilya Danho hält den Weihwasserkelch Foto: Schommer
 
Rainer Busenbender leitet die St.-Paulus-Schule Foto: fbt
Hamburg: Öjendorfer Weg 14 |

4.000-Quadratmeter-Neubau wird zum neuen Schuljahr fertig

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Der Billstedter
Regionalausschuss behandelt in jeder Sitzung ein Thema ausführlicher, zu dem ein Referent eingeladen wird. In die April-Sitzung kam Rainer Busenbender, der die St.-Paulus-Schule im Öjendorfer Weg leitet. Das Gelände rund um die katholische St.-Paulus-Kirche ist mit Gebäuden für die Gemeinde, der Kindertagesstätte und Wohnhäusern bebaut. Busenbender erinnerte daran, dass die Kita mit einem Neubau von 160 auf rund 220 Plätze erweitert und die kleine Turnhalle durch eine größere ersetzt wurde. Anfang März wurde der Neubau feierlich von Pfarrer Siegfried Albrecht gesegnet.

Ende August bezugsfertig

Der fast fertige Neubau für die Schule soll Ende August bezogen werden – dann kehren 420 Schüler, die jetzt in der Steinbeker Marktstraße unterrichtet werden, ins Billstedter Zentrum zurück. Die St.-Paulus-Schule selbst ist seit 70 Jahren an diesem und seit 112 Jahren in Billstedt ansässig. Sie geht auf die damalige Jutefabrik zurück, die polnische Arbeiter anwarb, die ihre katholische Religion auch im damals überwiegend evangelischen Hamburg weiter leben wollten.
Die Schule startet laut Busenbender mit einer zweizügigen Vorschule. Darauf baut eine verlässliche Halbtagsgrundschule auf, an die sich die Stadtteilschule anschließt. Zum Abitur können die Paulusschüler an zwei andere katholische Schulen Hamburgs wechseln. Zur Paulusschule gehören insgesamt 650 Jungs und Mädchen.

Schulleben christlich geprägt

Busenbender berichtete weiter, das Schulleben sei mit Gebet, Andachten und einem Angebot zur Beichte christlich geprägt. Außerdem gebe es Tage zur Orientierung. St. Paulus ist eine Leseschule, Musik und Bildende Kunst werden groß geschrieben, für letztere steht auch ein Bildungspreis im letzten Jahr. Schulfest, Projektwochen, Beratung und Streitschlichter wird es auch an anderen Schulen geben, seltener dürfte die verpflichtende Schulkleidung (1.-4. Klasse, 5.-10. trägt sie freiwillig) sein. Laut Busenbender erhalten der Bestands- und der Neubau ein gemeinsames, so genanntes Pneudach, unter dem sich neue Räume ergeben. Der Neubau wird auch Platz zum „chillen“ und zum Ausruhen geben: „Schüler müssen zwischendurch auch Platz zum Ausruhen haben“, betonte Busenbender, sie seien ja zwischen 8 und 16 Uhr in der Schule.

„Problem „Elterntaxi“

Ein weiteres Mal ging es im Gespräch mit den Regionalausschussmitgliedern um das Problem, wie Eltern ihre Kinder zur Schule bringen können. Mit dem „kleinen Kreisverkehr“ auf dem Reclamstraßen-Parkplatz habe es nur leidlich funktioniert,– man müsse nun gemeinsam überlegen, welche vernünftige Lösung es geben könne. Matthias Lübbert vom PK 42 sagte, die Polizei favorisiere das Verfahren, Kinder über den Reclamstraßenparkplatz zur Schule zu bringen – dieser sei ja nur zu einem Viertel besetzt: „In Absprache mit dem Bezirk werden wir zu einer Lösung kommen.“

Haltepunkt im Öjendorfer Weg

Aus der Runde der Ausschussmitglieder kam die Idee, möglicherweise auch an einer zweiten Stelle im Öjendorfer Weg einen Anhaltepunkt zu schaffen. Der zweite Vorschlag aus dem Ausschuss betraf die Schulkleidung – das Startset kostet laut Busenbender 80 Euro – hierfür könne man über den Schulverein auch Zuschussanträge stellen. Das Schulgeld für St. Paulus liegt laut Busenbender bei 10 bis 100 Euro, es gebe so gut wie keine Vollzahler. Das Einzugsgebiet der Schule gehe über Billstedt hinaus. Zur Schule gehen dort viele katholische, dazu orthodoxe und evangelische Kinder, auch Muslime gebe es unter den Eltern.„Jeder“, so der Direktor, „kann sein Kind anmelden“. Busenbender warb für mehr Wahrnehmung der Schule: Zusammen mit Kita- und Sporthallenneubau investiere man 20 Millionen Euro. „Der Ausschuss steht hinter Ihnen“, betonte Frank Ramlow (SPD), auch für das Parkproblem werde es eine langfristige Lösung geben.
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