Planungen für Straßenumbau in Hamburg

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Auch die Bushaltestelle Hebebrandstraße und die Kreuzung sollen umgebaut werden. Angedacht sind Bus-Fahrstreifen und Haltestellen in Mittellage der Fahrbahn.Foto: Busse

Busbeschleunigung: CDU und Grüne fordern eine umfassende Bürgerbeteiligung

Hamburg. Wer mit dem Bus unterwegs ist, soll zukünftig schneller ans Ziel kommen. Dafür plant die Verkehrsbehörde im Rahmen des stadtweiten Busbeschleunigungsprogramms Sonderstreifen und Ampeln mit Vorrangschaltung für HVV-Busse sowie den Ausbau von Haltestellen. Den Anfang machen neun Metrobuslinien.
Mit konkreten Planungen für die Umgestaltung des Busverkehrs auf den Strecken der Metrobuslinien 20 und 25 wird jetzt begonnen. Sie betreffen zahlreiche Verkehrspunkte in Barmbek, Winterhude und Eppendorf. „Auf den Linien 20 und 25 werden im Wesentlichen Haltestellen erneuert und Busvorrangschaltungen an den Ampeln eingerichtet“, teilt Helma Krstanoski, Pressesprecherin der Hamburger Verkehrsbehörde, auf Anfrage des Wochenblatts mit. Erklärtes Ziel: mehr Komfort und Barrierefreiheit für die Fahrgäste, besseres Durchkommen der Busse für eine höhere der Pünktlichkeit. Wo welche Umbauten notwendig werden, um den Verkehr insgesamt flüssiger zu gestalten, werde derzeit noch geprüft. Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, stellt fest: „Die bekannt gewordenen Ergebnisse zeigen, dass das Busbeschleunigungsprogramm auch in der City Nord, im nördlichen Teil Winterhudes und in Eppendorf zu massiven Umwälzungen führen wird.“ Er fordert, Bürger frühzeitig und stärker als bisher an den Planungen zu beteiligen. Auch Ulrike Sparr, Mitglied der Grünen-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, kritisiert das bisherige Vorgehen des Senats: „Eine wirklich qualifizierte Bürgerbeteiligung gab es bisher beispielsweise am Mühlenkamp nicht. Auf Drängen der Opposition durften die Bürgerinnen und Bürger immerhin etwas intensiver ihre Meinung dazu sagen.“ Sparr weiter: „Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer hat dann die Anregungen aufgenommen, die seine Pläne nicht allzu sehr behindern. Wichtig wäre gewesen, die komplexe Verkehrssituation zwischen Mühlenkamp und Barmbeker Straße im Ganzen zu betrachten. So erhalten wir schlechtes Stückwerk.“ Thomas Domres, Vorsitzender der SPD-Fraktion, will erst einmal abwarten, welche Maßnahmen auf den Strecken 20 und 25 genau geplant werden und „situationsabhängig entscheiden“, wo ein Bürgerbeteiligungsverfahren Sinn macht. „Es gibt überall unterschiedliche Interessenlagen, die nicht unter einen Hut zu bringen sind“, so Domres. Behördensprecherin Krstanoski betont: „Zu gegebener Zeit werden die Planungen, wie bisher auch, im Bezirk vorgestellt, der dann die Gelegenheit hat, dazu Stellung zu nehmen. Gute Ideen und Anregungen können einfließen, bevor ein abschließendes Votum vom Bezirk abgegeben wird.“ (cb)

Info:
Die Metrobus-Linien 20 und 25 führen um die Alster herum und zur City Nord und verlaufen dabei durch stark befahrene Straßen am Rand der Hamburger Innenstadt.
Die Metrobus-Linie 20 führt vom Bahnhof Altona, nördlich um die Alster bis zur City Nord.
Die Metrobus-Linie 25 verbindet die Stadtteile Altona Altstadt, Eimsbüttel, Eppendorf, Winterhude, Barmbek, Uhlenhorst, Hamm und Hammerbrook und führt vom Bahnhof Altona bis zur City Süd. (cb) 



Die neuen Buspläne der Verkehrsbehörde:
Metrobuslinie 20 zwischen Kapstadtring und Ohlsdorfer Straße (Planetarium):
Auf diesem Streckenabschnitt sollen die Haltestellen optimiert und sämtliche Ampeln mit einer Vorrangschaltung für Busse ausgestattet werden. Die Planungen für die Optimierung der Bushaltestellen sind im Oktober 2013 begonnen worden.
Metrobuslinien 20 und 25 von der Hudtwalckerstraße bis zur Löwenstraße:
Ausbau der Haltestellen und Vorrangschaltung an Ampeln für Busse. Die Planungen für die Bushaltestellen begannen im Oktober 2013. Ziel ist es, die Haltestellenlängen den aktuellen und zukünftigen Anforderungen anzupassen und an allen Haltestellen „Kasseler Sonderborde“ einzubauen. Sie ermöglichen mit ihrer Höhe von 16 cm einen annähernd barrierefreien Ein- und Ausstieg.
(Metro-) Buslinien 20, 26 und 118 in der Hebebrandstraße:
Zur Prüfung von Bus-Sonderfahrstreifen und Knotenoptimierungen ist hier ist eine Machbarkeitsstudie erstellt worden. Vorgeschlagen werden der Umbau der Kreuzung Hebebrandstraße/Rübenkamp, die Verlängerung der Haltestelle „Kapstadtring“ in Fahrtrichtung Osten, der Umbau der Haltestelle „S Rübenkamp“ in Fahrtrichtung Osten zu einer Haltestelle in Mittellage und die teilweise Einrichtung von Bus-Sonderfahrstreifen in Fahrtrichtung Westen. Die sich daraus ergebenden konkreten Straßenplanungen sollen jetzt begonnen werden. (cb)
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1 Kommentar
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dieter Hesimann aus Hamm | 28.03.2014 | 15:30  
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