Politik bleibt am Ball

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Weitgehend ungenutzt und kaum gepflegt – der Sportplatz Höpen Fotos: Krause

Chance für Sportplatz Höpen aus Dornröschenschlaf zu erwachen

Von Franz-Josef Krause

Langenhorn. Der Sportplatz Höpen bot den Langenhornern einst interessantes Anschauungsmaterial über britischen Sportsgeist. Im Sommer 1946 holten sich hier britische Soldaten „in noch weniger schöner Form“ beim Rugby nicht nur blutige Nasen. Später wurde der Platz von allen genutzt, die Freude an Ballspielen hatten.

Ab und an kickten Taxifahrer am Sonnabend auf dem Platz, ein Dornröschenschlaf senkte sich über die Anlage. Sie gehörte nur noch Hundebesitzern samt treuen Vierbeinern, Grillfreunden, Boule-Spielern und kleinen Gruppen und Familien, die hier Fußball spielten.

Das soll sich ändern. Nizar Müller, CDU Mitglied der Bezirksversammlung Nord, möchte den Platz wachküssen und wundert sich über die Auskunft des Bezirks, der Platz befände sich in einem guten Zustand. Die Verwunderung teilt er mit Marcel Martens, der mit Freunden hier gelegentlich kickt. „Guter Zustand“ trifft offensichtlich nicht zu – zumindest ist er so, dass er keinesfalls heutigen Freizeitsporterfordernissen entspricht. „Hier könnten zwei kleine Fußballfelder mit entsprechenden Toren, Beach-Volleyball-Anlagen und Boule-Plätze entstehen“, findet Müller. „Nichts spricht gegen ein Basketballfeld. Es fehlen Bänke und Papierkörbe. Auch Parkplätze und Abstellflächen für Fahrräder könnten auf dem bisherigen Brachland entstehen.“

Auch das ist wichtig, denn Anwohner sehen den vorhandenen Parkraum heute schon mehr als ausgeschöpft. Unterstützung bekommt Müller vom zuständigen Bürgernahen Polizisten. „In der Süderschule werden demnächst bis zu 70 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge wohnen“, so der erfahrene Polizist „und direkt gegenüber, am Willersweg, wohnen in drei Wohngemeinschaften 20 junge Heranwachsende. Für die, sowie alle Langenhorner und die Menschen in den umliegenden Flüchtlingsunterkünften, würden sich hier ideale sportliche Möglichkeiten bieten.“

Alles eine Steilvorlage für Nizar Müller, der das in der Sportstadt Hamburg nur noch in ein Tor für den Bezirk Nord verwandeln muss.
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