Premiere als Krimi-Autorin in Hamburg

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Maike Braun (51) liest am Freitag aus ihrem Roman „Die Blunk Konstante“ im Brakula. Fürs Pressegespräch hat sie dort im Café Platz genommen. Foto: Busse
 
Am 21. Februar, 20 Uhr, stellt die Bramfelder Autorin Maike Braun ihren ersten Roman (erschienen im Verlag Stories & Friends) im Brakula vorRepro: Busse

Maike Braun aus Bramfeld setzt auf Spannung plus Wirtschaft

Von Christina Busse
Hamburg. Felix Blunk ist das geistige Kind der Bramfelderin Maike Braun – Biologin, Hirnforscherin, Unternehmensberaterin, Mutter, Autorin. Und er ist Held ihres Debüt-Romans, den die 51-Jährige am Freitag im Brakula vorstellt.
Blunks Job ist es, andere Menschen verschwinden zu lassen. Nicht als Auftragskiller, sondern zum Schutze ihrer Privatsphäre. Vor Paparazzi, vor Stalkern und anderen unerwünschten Kontakten. Momentan ist der Hamburger Privatermittler Felix Blunk allerdings selbst jemandem auf der Spur: Seiner Ehefrau Farida, die sich gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Lutz aus dem Staub gemacht hat. Doch nicht nur das: Bevor sie abgetaucht sind, haben sie die Konten der gemeinsamen Firma leergeräumt. Ein Grund mehr für Blunk, die Fährte aufzunehmen… „Die „Blunk Konstante“ ist mehr als ein Kriminalroman. Maike Braun nutzt die Handlung, um unterschiedlichste Wirtschaftstheorien zu beleuchten. Sie erzählt von der Knappheit der Güter, dem abnehmenden Konsum sowie von der Frage, ob Geld glücklich macht. Gibt sie darauf in ihrem Roman auch eine Antwort?
„Das möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten“, lacht die Bramfelderin Maike Braun, die seit 2003 bereits zahlreiche Kurzgeschichten und mit der „Blunk Konstante“ nun ihren ersten Roman veröffentlicht hat. Zum Schreiben ist die gebürtige Schwäbin gekommen, nachdem sie vor zwölf Jahren mit Mann und drei Kindern von Frankfurt nach Hamburg gezogen und sich beruflich selbständig gemacht hat. „So ließ sich die Familienzeit besser einteilen und ich konnte meine kreative Seite ausleben. Mit Baby habe ich angefangen zu schreiben, jetzt kann ich es nicht mehr lassen“, erzählt die promovierte Biologin, die nach dem Studium zwei Jahre in der Hirnforschung und anschließend in einer internationalen Unternehmensberatung tätig war.
„Wirtschaftskrimi plus“
Als selbständige Beraterin und Mediatorin fließen vielfältige Erfahrungen in ihre Geschichten ein. Gleichzeitig lässt sie sich von Schicksalen inspirieren, die sie manchmal in nur kurzen Presseschnipseln aufschnappt und weiterspinnt oder erzählt bekommt – wie das der blinden Frau in Bulgarien, die vom Stricken lebt, oder des Kriegsverletzen, der darum kämpft, seine früheren Fähigkeiten zurückzuerlangen. „Ich versuche, mich in die Menschen und ihre Denkweisen hineinzuversetzen und nachzuempfinden, wie man sich in so einer Situation fühlt“, erklärt die 51-Jährige. Bei der „Blunk Konstante“, einem „Wirtschaftskrimi plus“, wie Braun sagt, habe am Anfang die Dreier-Konstellation und die Auflösung der Situation gestanden. Wie es sich dazwischen entwickelte, das ist in einem Jahr Arbeit im Schreibzimmer unterm Dach ihres Wohnhauses mit Blick ins Grüne entstanden. Wenn sie ihren Privatermittler Blunk charakterisieren soll, dann fällt ihr ein: „Wortkarg, pragmatisch und mit einem Gespür dafür, was bei den Leuten hinter der Fassade passiert. Ansonsten eigentlich ein ganz normaler Typ, wie man ihn hier in Bramfeld treffen könnte.“
Gelegenheit zum Kennenlernen gibt es am Freitag, 21. Februar, um 20 Uhr im Brakula, Bramfelder Chaussee 265. Dort stellt Maike Braun ihren Roman vor (Eintritt 5 Euro). Und ob Geld glücklich macht? Das soll immer auch etwas mit dem Blick auf den Nachbarn zu tun haben, soviel sei doch verraten. Aber die Fortsetzung von Blunks Abenteuern ist in Arbeit – „da gibt es dann vielleicht die Gegentheorie“, sagt Maike Braun schmunzelnd. (cb)
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