Profi-Ausbildung zum Gästeführer

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Wolfgang Böge vom Hamburger Gästeführer Verein mit dem Zertifikat, das die Anwärter nach 600 Lehr- stunden erhalten Foto: Grewe/wb

Internationales Zertifikat soll Qualität garantieren

Hamburg Seine Lieblingstour führt durch Kirchen, den Michel und Mariendom. Und er begleitet seine Gäste auch gern durch das Alte Land: Wolfgang Böge ist Gästeführer und Schatzmeister beim Hamburger Gästeführer Verein und führt fast täglich Touristen durch Hamburg.
Den Hamburger Gästeführer Verein gibt es seit 1995. Er hat 90 Mitglieder, von denen neun als Gästeführer unterwegs sind.
„Ab November möchte der Hamburger Gästeführer Verein e.V. die Qualität der zukünftigen Gästeführer noch steigern und bietet eine Ausbildung in drei Modulen an“, so Initiator Wolfgang Böge. Das erste Modul geht von November bis Februar 2015. 15 Personen können an einem Ausbildungsgang teilnehmen. Der Unterricht findet in der Volkshochschule an der Mönckebergstraße statt. Insgesamt erhalten die Teilnehmer 600 Lehrstunden. Es winkt ein vom Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. (BVGD) unterschriebenes Zertifikat. Dieses Zertifikat ist eine Premiere, denn es ist das erste, das international anerkannt ist. Man kann damit als Gästeführer problemlos in Frankreich, Italien oder England arbeiten. Und Interessierte können sich freuen: Es gibt noch freie Ausbildungsplätze für den Beginn im November 2014!
Gästeführer ist in Hamburg keineswegs ein Nischenberuf. Bei den steigenden Tourismuszahlen in der Hansestadt sind die Zukunftschancen bestens. Denn vor dem Hintergrund, dass täglich 360.000 Tagestouristen in die Hansestadt kommen, besteht ein hoher Bedarf an sachkundigen Führern durch Hamburg.
Die typischen Touren, mit dem Bus oder zu Fuß, führen um die Alster, durch die Innenstadt, zum Michel – und natürlich zur Reeperbahn. „Auch Blankenese steht bei den Touristen hoch im Kurs“, so die Erfahrungen von Wolfgang Böge. „Und die Top Must-Seeing-Attraktionen sind der Hamburger Hafen, die Speicherstadt und die Hafencity.“ Böge weiter: „Am Hafen sind besonders Frauen noch weit interessierter als Männer.“
Man kann als Gästeführer auch gutes Geld verdienen. Die Ausbildung kostet zwar pro Modul 950 Euro (Ratenzahlungen sind nach Absprache möglich), die kommen aber offensichtlich schnell wieder rein. Eine zweistündige Busführung bringt dem Gästeführer 105 Euro, eine zweistündige Führung zu Fuß 110 Euro. Die Gruppen sind zwischen zwei und 20 Personen groß. „Aber es kommt auch vor, dass ein einzelner Tourist eine Gästetour bucht. Dann ist der Kontakt dann natürlich viel intensiver und persönlicher“, so Böge.
Zum Gästeführer werden die Auszubildenden ab November vorbereitet. Der Ausbildungsgang umfasst Hamburgs Geschichte, Umwelt und Kultur, Bedeutung des Tourismus in Hamburg, Wirtschafts-, Hafen- und Sozialgeschichte, Kunstgeschichte und Architektur. Aber auch die Themenfelder Steuern, Recht und Versicherungen werden behandelt. „Neben dem fachlichen Wissen ist es aber ganz wichtig, dass der zukünftige Gästeführer kontaktfreudig und freundlich ist. Das ist das A und O“, betont Böge.
Nach Abschluss der Ausbildung ist der Gästeführer ein selbstständiger Kaufmann und muss versuchen, sich erfolgreich selbst zu vermarkten. Das kann über Agenturen, Reiseveranstalter oder Messen wie die Reisemesse Hamburg funktionieren. Insgesamt sind schätzungsweise aktuell 250 Gästeführer in Hamburg tätig. Die hohe Beliebtheit der Hansestadt dürfte den Bedarf an Gästeführern aber garantiert noch steigern.
Wer sich für die Ausbildung zum Gästeführer ab November interessiert, wendet sich telefonisch an: 0700-21 44 21 44. Infos: www.hamburger-
gaestefuehrer.de (eg/wb
)
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