Raserei ein Ende setzen

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Jana Goldschmidt, Ernst Dauve, Konstanze Schreck, Tim Eckbrett und Jürgen Helm (v. l.) fordern eine Tempo-30-Zone Fotos: Timm/ Krüger

Anwohner fordern Tempo 30 – Politik zieht mit

Von Frank Berno Timm
Hamm Mehr als 600 Unterschriften hat eine Initiative dafür gesammelt, dass in der Caspar-Voght-Straße eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird. Der Regionalauschuss zieht mit.

Die Caspar-Voght-Straße könnte eine Geschwindigkeitsbeschränkung vertragen – das findet eine Initiative, die sich über das Internet zusammengefunden und Unterschriften gesammelt hat. Konstanze Schreck meint, an der Kreuzung würde die Rechts-vor-Links-Regel „überhaupt nicht beachtet“. Eckbrett berichtet, eine 30er-Zone sei schon Thema im Regionalausschuss gewesen. Damals habe es „kein einheitliches Votum“ gegeben, deswegen sei es wichtig, durch die Unterschriften „ein Ausrufezeichen zu setzen“. „Das Wichtige sind doch die Kinder“, sagt Jana Goldschmidt. Wenige hundert Meter entfernt sind eine Kita und eine Schule. Jürgen Helm fügt hinzu, wenn die Rush Hour beginne, „geben die hier so viel Gas“. Am Zebrastreifen werde nicht angehalten, stoppende Busse würden überholt. „Radfahrer trauen sich nicht, auf der Straße zu fahren“, erzählt Jana Goldschmidt.

Zwei Tage vorher ist die Initiative im Regionalausschuss zu Gast und übergibt zum Auftakt einen Umschlag mit den Unterschriften. Zwei Anträge liegen außerdem auf dem Tisch: Der eine (Grüne, SPD) verlangt, dass die Caspar-Voght-Straße zur 30er-Zone gemacht, der andere (die Linke) fordert, dass noch ein Schutzstreifen für Radfahrer angelegt wird. Auch Axel Kleeberg aus dem PK 41 der Hamburger Polizei kommt zu Wort. Es wird schnell deutlich, dass die Caspar-Voght-Straße baulich stark verändert werden müsse, wollte man sie zur 30er-Zone machen. Michael Osterburg (Grüne) wendet ein, das Anordnen von 30 Stunddenkilometern Höchstgeschwindigkeit sei gewünscht. Matthias Lübbert aus dem Billstedter Polizeirevier: „Für Tempo 30 muss es Gründe geben“. Klar wird auch, dass in einer 30er-Zone regelhaft kein Radweg angelegt werden kann.

Die Unterschriftensammler erinnern an das Haus der Jugend, die Kita, und die Schule. Es gebe spielende Kinder in der Umgebung. Michael Osterburg bekräftigt, dass es Anlieger gebe, die „einen Tempo-30-Schutz benötigen“. Nun muss der Bezirk prüfen, ob hier 30 km/h angeordnet werden können. Der geforderte Radstreifen findet keine Mehrheit.
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3 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 23.06.2016 | 10:02  
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Lars Buggi aus Hamm | 23.06.2016 | 17:22  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 23.06.2016 | 17:59  
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