Rauhes Haus: Gemeinsames Wohnen geplant

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Karsten Krüger ist Leiter der Abteilung „Teilhabe mit Assistenz“ am Rauhen Haus Foto: kg
Hamburg: Beim Rauhen Hause 21 |

Die Hamburger Stiftung will ein Wohnheim für Studenten und Menschen mit Einschränkungen bauen

Von Karen Grell
Horn
Die Abteilung „Teilhabe mit Assistenz“ im Rauhen Haus hat in den vergangenen Wochen ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Die Arbeit mit behinderten Menschen begann damals mit ersten Wohngruppen für Menschen, die in anderen Einrichtungen nicht angemessen betreut werden konnten und mit alternativen Arbeitsprojekten für Menschen mit Behinderungen. Heute werden mehr als 450 Menschen ambulant in verschiedenen Lebensbereichen begleitet und erhalten dadurch eine neue Lebensqualität. Die Stiftung Rauhe Haus ist eine der ältesten Einrichtungen der Diakonie. Sie engagiert sich mit 1200 Mitarbeitern an 100 Standorten in Hamburg und Schleswig-Holstein mit Angeboten für mehr als 3000 Menschen. Zum Rauhen Haus gehören zudem die Wichern-Schule und die Evangelische Berufsschulen für Pflege und Soziale Arbeit und Diakonie. Karsten Krüger ist der Leiter der Abteilung. Das Wochenblatt hat ihn zu seinen Zukunftsplänen für das Rauhe Haus befragt.

Wochenblatt: Was schätzen sie an der Einrichtung?
Karsten Krüger: Ich mag das Persönliche. Es ist ein familiäres Miteinander mit vielen individuellen Lösungen für die Menschen, die über unsere Einrichtung an unterschiedlichen Standorten betreut werden. Das hat mir besonders gefallen. Obwohl viele Menschen zusammenarbeiten, konnte die Individualität stets bewahrt werden.

WB: Was plant die Einrichtung für die nächsten Jahre?
Krüger: Wir bauen gerade ein neues Wohnhaus für etwa 30 Bewohner, die dort zusammen mit Studenten leben sollen. Es wird auch einen Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil geben. Damit wollen wir uns dem Quartier noch mehr öffnen und werden auch von Außen sichtbarer sein. Wir haben schon jede Menge positiver Rückmeldungen für dieses Projekt bekommen.

WB: Gibt es noch Wünsche, die sie in der Zukunft gern am Haus sehen würden?
Krüger: Wir sehen einen zunehmenden Bedarf für Menschen mit erworbenen Hirnschäden. Die fallen oft aus anderen Maßnahmen heraus und es fehlt an Angeboten. Mit dem Bundesteilhabegesetz gibt es aber Möglichkeiten auch diesen Menschen gute Angebote der Integration in den Arbeitsmarkt zu bieten.
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