„Rettet Elisa“ kämpft weiter

Anzeige
Das historische Gebäude am Elisabethgehölz in Hamm ist vom Abriss bedroht Foto: Röhe

Einigung mit der vhw dementiert

Hamm. „Wir stehen unverändert zu unserem Wort, was Entschädigungen, garantiertes Rückkehrrecht und eine Monatsmiete von 5,90 Euro pro Quadratmeter im Neubau angeht“, sagt Marco Hahn, Vorstand der Vereinigten Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft eG (vhw). Hahn bekräftigt nochmals ganz explizit die Abrisspläne der Wohnanlage „Elisa“ (Am Elisabethgehölz 3-7, Chapeaurougeweg 16-20 und Curtiusweg 1-5) in Hamm. „Das Gebäude-Ensemble wird durch einen geförderten, modernen Neubau für die geplanten 130 Wohnungen ersetzt“, heißt es in einer Erklärung der vhw. Vor wenigen Tagen hat es zur frühzeitigen Einbeziehung aller Beteiligten in die Bauplanung für „Elisa II“ ein Workshop gegeben, in dem sich die vhw allen Bewohnern, der Ortspolitik und dem Mieterverein den Fragen zum bisherigen Planungsprozess gestellt habe. Das Ergebnis: Es wurden nochmals alle Möglichkeiten und Varianten durchexerziert und die Vorteile eines Neubaus erörtert. Grundsätzlich wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen der vhw und mit dem Mieterverein vereinbart, der nun kurzfristig abgeschlossen werden soll. Sie manifestiert die Zusagen der vhw zum Umzug in Ersatzwohnungen, zur Rückkehr in den Neubau und zu den künftigen Mieten. Medien haben daraus geschlossen, nach monatelangem Kämpfen hätten sich alle Beteiligten (vhw, Mieterverein und Mieterinitiative „Rettet-Elisa“) geeinigt. „Das ist nicht so. Wir haben immer noch das Bestreben, unsere Wohnungen zu behalten“, bekräftigt unterdessen Michael Brackhahn, Sprecher von „Rettet Elisa“. Problematisch sei nur, dass zwischenzeitlich wieder einige ältere Bewohner ausgezogen seien. „Die lange Hinhaltetaktik der vhw war nicht für jeden Bewohner auszuhalten“, sagt Brackhahn. Der Vorwurf an die Wohnungsbaugenossenschaft: Obwohl theoretisch drei Varianten existierten, stünde seitens der vhw von vorn herein der Abriss fest.
Die noch verbliebenen Mietparteien werden sich in den kommenden Tagen ihre weitere Vorgehensweise beratschlagen. Für die meisten jetzigen Bewohner steht jedoch fest: „Auch wenn die Chancen sinken, unser Kampf um die schönen Wohnhäuser geht weiter.“ (mr)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige