Riskante Baustelle

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Gerd Imholz und David Erkalp (re.) vor dem ungesicherten Grundstück an der Möllner Landstraße Foto: Jenssen

CDU: Spielhallen-Grundstück muss gesichert werden

Von Martin Jenssen
Billstedt
Müll, Bauschutt und schwarze Beutel mit Hundekot liegen auf dem Baugrundstück Möllner Landstraße 116. Kein schöner Anblick für die umliegenden Anwohner. Noch schlimmer aber: Das Baugrundstück ist nicht gesichert. Der Bauzaun liegt an mehreren Stellen am Boden. Der Rohbau ist für Kinder, die Abenteuer suchen, frei zugänglich. Selbst der Zugang zur Tiefgarage ist nicht gesichert. Auch Obdachlose sollen sich dort angesiedelt haben. Einige Fensterscheiben des fast fertigen Gebäudes sind zertrümmert.
„Das ist ein Skandal“, findet der Vorsitzende der CDU Billstedt, David Erkalp. „Wenn schon der Bauherr nichts tut, um das Grundstück zu sichern, dann muss das Bezirksamt tätig werden. Ich habe beobachtet, wie eine alte Frau auf dem Grundstück schwer gestürzt ist.“
Das Baugrundstück ist den Billstedtern schon lange ein Dorn im Auge. Die Berliner „Lucky Seven Commerz GmbH“ will dort ein Wettbüro und drei ineinander verschachtelte Spielhallen einrichten. „Trotz aller Bürgerproteste vor Ort, auch durch den Einsatz der Billstedter Politiker gegen diese Spielhalle, hält der Chef der Berliner Spielhallenfirma seit 2011 an seinem Projekt fest“, heißt es in einem Antrag der CDU im Regionalausschuss Billstedt.

Gefahrenherd


„Nachdem der Rohbau fertiggestellt wurde, ist die Baustelle als Müllhalde hinterlassen worden, was für die Nachbarn und die Billstedter Bevölkerung eine völlig unzumutbare Belastung darstellt. Durch diesen Müllplatz wird das Image von Billstedt erheblich beeinträchtigt“ heißt es weiter in dem Antrag. Gerd Imholz, Pressesprecher der CDU Billstedt: „Außerdem ist dieser Bauplatz seit Monaten zu einem erheblichen Gefahrenherd geworden. Die Umzäunung ist niedergerissen und beschädigt, so dass jedes Kind die Baustelle betreten könnte. Damit hat der Bauherr gegen alle Sicherheitsvorschriften verstoßen.“ Gefordert wird in dem Antrag: Die sofortige Errichtung eines stabilen Sicherheitszaunes, um die Baustelle zu sichern. Außerdem: Die Beseitigung des gesamten Baumülls.

Keine neuen Spielhallen



Nachdem die Politiker im Regional- und Bauausschuss Billstedt bereits parteiübergreifend beschlossen hatten, in Zukunft keine neuen Spielhallen in Billstedt zuzulassen, wurde im November 2011 doch noch eine Baugenehmigung für das neue Spielhallen-Zentrum Möllner Landstraße/Ecke Letternkamp (drei Spielhallen und ein Sportcafé) erteilt.
Die Genehmigung, drei verschiedene Spielhallen dort einzurichten wurde später jedoch zurückgenommen. „Danach“ so Gerd Imholz, „wurde die Bautätigkeit eingestellt.“ Die Berliner Firma lässt das Baugrundstück verkommen.
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1 Kommentar
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Oliver S aus Billstedt | 29.04.2015 | 20:09  
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