Rothenburgsort: Neujahrsempfang der SPD

Anzeige
Innensenator Michael Neumann (r.) und die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (2.v.r.) begrüßen die Besucher Foto: Grell
 
Carsten Hemkhaus (r.) lebt gern im Stadtteil. Beim Neujahrsempfang kam er mit Petra Ingeborg Beyerlein ins Gespräch Foto: Grell

Es geht stromaufwärts – Zusammenhalt im Stadtteil gelobt

Von Karen Grell
Rothenburgsort
Auch die SPD in Rothenburgsort hat jetzt zum traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Die Anwohner aus dem Viertel konnten mit der Bürgerschaftsabgeordneten Carola Veit und dem Innensenator Michael Neumann ins Gespräch kommen. Die neue Vorsitzenden der SPD-Rothenburgsort, Petra Ingeborg Beyerlein, nahm den Moment zum Anlass, sich dem Stadtteil in der „RothenBurg“ im Vierländer Damm vorzustellen. „Ich wohne erst seit kurzem im Viertel und bin schon so begeistert von dem netten Miteinander hier, dass ich mir keinen besseren Ort mehr in Hamburg zum leben vorstellen könnte“, so Beyerlein. „Im neuen Jahr warten anspruchsvolle Aufgaben auf uns alle, vor allem wollen wir im Rahmen des Projekts „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ die Entwicklung Rothenburgsorts gestalten“, fuhr die neue Vorsitzende fort. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde dafür das Bündnis für Quartiere ins Leben gerufen, bei dem ein Dialog zwischen Bürgern, Wohnungswirtschaft, Bezirksamt und Projektentwicklern entstehen soll. „Das Interesse der Bürger hier im Stadtteil ist groß“, weiß auch Carsten Hemkhaus, der aus Bramfeld zugezogen ist und sich ein wenig mehr Sauberkeit in den Grünanlagen vor Ort wünschen würde. „Wenn man runtergeht, nach Entenwerder, dann liegen da jede Menge tote Kaninchen“, bedauert Hemkhaus. Er vermutet als Ursache für manche Missstände im Quartier die hohe Umweltbelastung durch die großen Verkehrsadern, die direkt durch den Stadtteil führen. Dennoch lebt er „richtig gern hier, weil keiner der Bewohner im Stich gelassen wird“. Das hat auch das Schicksal vieler Anwohner nach dem Bunkerbrand im vergangenen Sommer bewiesen. Die Hilfe im Stadtteil lief auf Hochtouren und Lehrer Andreas Holznagel hatte wenige Stunden nach dem Vorfall ein perfekt funktionierendes Hilfsangebot in den Räumen der Rothenburgsorter Bürgerschaftsabgeordneten und Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft Carola Veit installiert.

Quartiere gestalten


„Das war eine vorbildliche Aktion“, bedankte sich auch Carola Veit bei den vielen Helfern. In Sachen Wohnungsbau und Neugestaltung von Freizeitflächen und Infrastruktur sind nun auch die Bürger gefragt, denn das Bündnis für Quartiere sucht nach Ideen auch in der Bevölkerung vor Ort. „Eine weitere große Herausforderung in 2016 wird der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen sein“, betonte Veit. Die Solidarität im Stadtteil sei groß, nur gebe es ausgesprochen wenige Möglichkeiten hier in Rothenburgsort Unterkünfte zu stellen. Das Thema Olympia bezeichnete Carola Veit als „vielleicht enttäuschend, aber aufgrund der intensiven Planung keinesfalls abgeschlossen für Hamburg“. Die Pläne würden nicht in der Schublade abgelegt verbleiben, sondern „können für die Stadt einen großen Schritt nach vorn bedeuten“. Bauvorhaben, Gestaltung von Grünanlagen und die Überprüfung der bestehenden Turnhallen könnten auch ohne Olympia neue Impulse geben. Allerdings hofft Anwohner Uwe Röfke, dass die Veränderungen im Stadtteil nicht zu rapide voranschreiten werden. „Die HafenCity kommt immer näher, da müssen wir aufpassen, dass bei uns die Mieten noch günstig bleiben“. Besonders positiv findet der Mieter einer kleinen Wohnung im Viertel, dass Wohnraum in Rothenburgsort noch bezahlbar ist und man nicht einmal ein Auto braucht. „Alles ist schnell zu erreichen, der Hauptbahnhof nur ein paar Stationen entfernt.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige