Rothenburgsort soll aufgewertet werden

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In Rothenburgsort soll in den nächsten Jahren noch mehr gebaut werden Foto: Timm

Wohnen, Bildung, Erholung: Stadt Hamburg und Bezirk Mitte haben mit dem Stadtteil zwischen der Norderelbe und der Bille will vor

Von Frank Berno Timm
Rothenburgsort
Mit einem eigenen Handlungskonzept wollen Stadt Hamburg und Bezirk Mitte Rothenburgsort deutlich aufwerten. Das Konzept wurde jetzt vorgestellt, im Herbst soll ein Dialog-Workshop folgen. Das jetzt vorgestellte Papier sieht die Entwicklung des Wohnungsbestandes, die Verbesserung der Bildungsinfrastruktur, die Entwicklung des Elbparks Entenwerder, Sport und die Quartiersmobilität im Vordergrund. Zu den Projekten gehört die Erneuerung der BGFG-Wohnanlage (Marckmannstraße, Vierländer Damm, Ausschläger Allee in Realisierung), das Projekt „Quero“ (Wohnen und Gewerbe) und Studentenquartiere (Marckmannstraße, Billhorner Kanalstraße, Köhnestraße, Fine Arts-Campus, in Vorbereitung). Es sollen möglicherweise Flächen der Saga nachverdichtet – also Baulücken geschlossen – werden. Auch andere Träger arbeiten an solchen Projekten, teilweise wird auch Gewerbe verlagert werden. Nicht mehr weiterverfolgt wird die Idee, auf dem Gelände von Hamburg Wasser am Billhorner Deich 2 zu bauen, weil die strengen Sicherheitsauflagen, die aus der unterirdischen Speicherung von Trinkwasser resultieren, dies nicht zulassen. Auch ein neuer Block an der Marckmannstraße/Billhorner Mühlenweg ist vom Tisch. Ein energetisches Sanierungskonzept für Rothenburgsort sieht außerdem vor, Abwärme angrenzender Industrie zu nutzen und die Energiestandards zu verbessern. Hier wird nach Auskunft von Stadtplanerin Julia Dettmer von der steg Hamburg gerade ein Antrag an die Umweltbehörde vorbereitet, um dieses Konzept genauer ausarbeiten zu können. Geprüft wird der Bau einer weiterführenden Schule (Marckmannstraße 129a), nicht mehr verfolgt wird die Idee, bestehende Schulen an einem Platz zusammen zu führen. Genauer angeschaut wird auch der Elbpark Entenwerder. Julia Dettmer erklärt, dass die Kooperation von 14 Unternehmen der Wohnungswirtschaft mit dem Bezirk Mitte für dieses Konzept in dieser Form einmalig sei.

Positive Entwicklung


Bei der Nachverdichtung gehe es zum Beispiel darum, möglicherweise derzeit lärmbelastete Grundstücke durch so genannte Riegel vor einem Gebäude von Emissionen zu entlasten. „Ein paar Grundstücke werden geprüft, die ersten Anträge auf Bauvorbescheid sind gestellt“, so Dettmer. Beim Elbpark steht im Vordergrund, ihn als wohnwortnahe Erholungs- und Freizeitfläche zu erhalten. Es seien in den vergangenen Jahren einige Ideen und Studien erarbeitet worden, wie man bestimmte Flächen nutzen könne, „hier fehlt aber noch eine Finanzierung“. Das Handlungskonzept Rothenburgsort setzt laut Julia Dettmer auf das „Bündnis für Wohnen“ auf. Ein zweites, ähnliches Konzept ist nach ihren Worten für Hamm-Süd in Arbeit. „Wir gucken über das Thema Wohnen hinaus“, sagt die Stadtplanerin, „es geht um eine positive Weiterentwicklung des Stadtteils“. Der nächste, öffentliche Dialogworkshop soll im Oktober/November stattfinden.
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