Runde zum Schadens-Check in Billstedt

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Gert Imholz (v.l.), Mario Ahr, Andreas Ramm, Maureen Schwalke, Frank Ramlow und Hans Knöfel an einem mit Teer geflickten Pflasterloch auf dem Billstedter Marktplatz Foto: fbt
Hamburg: Billstedter Marktplatz |

Begehung des Billstedter Marktplatzes mit Abgeordneten und Amtsvertretern: Zu viele schwere Fahrzeuge unterwegs

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Die vom Regionalausschuss geforderte Begehung des Billstedter Marktplatzes und der Möllner Landstraße hat jetzt stattgefunden. Das Ergebnis: Erste Reparaturen sollen bald in Angriff genommen werden. Mario Ahr und Andreas Ramm vom Bezirksamt Mitte besichtigten mit Frank A. Ramlow (SPD), Hans Knöfel und Gert Imholz (beide CDU) und Maureen Schwalke (Die Linke) Stolperfallen, schlecht geflicktes Pflaster, verdreckte Sitzgelegenheiten, leere Baumscheiben und ausgewaschene Pflasterfugen zwischen Billstedter Marktplatz und Möllner Landstraße. Dazulernen konnten beide Seiten: Andreas Ramm vom Bezirksamt machte darauf aufmerksam, dass das Ersetzen von Bürgersteigplatten mit Eingriff in den Untergrund Konsequenzen für die so genannte Tragschicht unter der Pflasterung habe. Frank Ramlow machte ziemlich unmissverständlich klar, dass man „einen vernünftigen Marktplatz haben“ wolle – zumal Billstedt ja Sanierungsgebiet sei.

Neu-Bepflanzung denkbar


So bewegte sich die Gruppe nicht nur über den Platz, sondern – im übertragenen Sinn – auch aufeinander zu: In Sachen kaputter Bürgersteigplatten will man es mit einem frostharten Fliesenkleber versuchen, und so Platten einbauen. Zur Schließung von Fugen brachten die Verwaltungsmitarbeiter ein Polymer-Sandgemisch ins Gespräch – Asphalt, so Andreas Ramm, sei nur möglich, wenn so genannte Bänder – also parallel liegende Steine – gepflastert seien. Die Baumscheiben in der Möllner Landstraße (das Hamburger Wochenblatt berichtete) sollen entweder mit Pflaster geschlossen oder neu bepflanzt werden. Mario Ahr betonte, sein Billstedter Revier sei nur für Bauunterhaltung zuständig. Er erinnerte daran, dass es eigentlich das Projekt einer Kulturachse Billstedt gibt, die vom Stadtteilbüro bis zur Polizei reichen und eine Neugestaltung des Geländes beinhalten sollte.

Kehrmaschinen zu schwer


Problematisch sind auch die als Sitzgelegenheit ausgebildeten Stromkästen für die Marktbeschicker und die ähnlich aussehenden, nur noch teilweise bepflanzten Sitzgruppen. Die Holzlatten darauf „hat mein Techniker gebaut“, so Ahr. Passanten stopfen Müll in die Ritzen, gereinigt werde nicht – bald soll es wieder eine Aktion mit einer Firma geben. Wie einzelne Schäden entstanden sein mögen, erschließt sich nur teilweise. Dass Fugen ausgewaschen, Kippen aber nicht weggefegt werden, wurde mit dem „Formel-1-Tempo“ der Kehrmaschinen erklärt. Viele der Unebenheiten, so war sich die Runde ziemlich einig, kommt vom Befahren des Geländes mit schweren Fahrzeugen. Mario Ahr stellte in Aussicht, einen Reparaturauftrag zu schreiben. Vor Ende April werde allerdings kaum etwas geschehen, weil infrage kommende Unternehmen nach seinen Worten stark ausgelastet sind.

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