Sanierungspläne für Billstedts Zentrum

Anzeige
Hier kann sich Fachamtsleiter Michael Mathe eine andere Bebauung vorstellen Foto: fbt

Geschäftsleute und die Stadt Hamburg sprechen über Ideen und Bebauungsplan

Von Frank Berno Timm
Billstedt
Engagiert diskutierten Billstedter Geschäftsleute mit Michael Mathe, Chef des Amts für Stadt- und Landschaftsplanung, am vergangenen Mittwoch zum kommenden Sanierungs- und Stadtumbaugebiet im Billstedter Zentrum. Dabei schlug der Chef-Stadtplaner auch ein konkretes Projekt am Stadtteileingang vor. Die Kernpunkte sind bekannt: Bis zum April soll im Billstedter Zentrum ein Aufstellungsbeschluss für ein Sanierungs- und Stadtumbaugebiet nach dem Baugesetzbuch gefasst werden. In den darauffolgenden acht Jahren wird es möglich sein, zwischen Schiffbeker Weg, Billstedter Hauptstraße, Maukestieg und Reclamstraße mit Fördermitteln Projekte zu realisieren. Michael Mathe skizzierte vor den Billstedter Geschäftsleuten erneut Vorstellungen zu 14 „Baufeldern“, auf denen sich der Bezirk Veränderungen vorstellen kann. Mathe teilte außerdem mit, dass der Bebauungsplan, mit dem der Bezirk das weitere Ausbreiten von Spielhallen in Billstedt verhindern und Wohnen und Gewerbe neu sortieren will, noch dieses Jahr die sogenannte Vorweggenehmigungsreife erreichen soll (das Hamburger Wochenblatt berichtete). Mathe bekräftigte erneut, dass der Bezirk historische Bebauungen – wie an der Ecke Schiffbeker Weg/Billstedter Hauptstraße oder die so genannte Meistersiedlung außerhalb des Sanierungsgebiets – erhalten will, Investitionen könne man sich vorstellen. Nicht ins Sanierungsgebiet gehört das Legiencenter: „Das ist nach wie vor eine große Herausforderung“, betonte Mathe. Bisherige Bemühungen, hier etwas zu verbessern, seien leider nicht erfolgreich gewesen: „Das ist ein eigenes Projekt“. Andere Flächen, wie die eines Schnellrestaurants in der Nachbarschaft, werde man nicht kurzfristig verändern, für die eingeschossige Bebauung gegenüber des markanten Hotel Panorama kann sich Mathe aber sehr wohl eine Umgestaltung vorstellen. Mathe geht es darum, Bausünden aus den sechziger und siebziger Jahren zu korrigieren. Derzeit sitzt man in Mathes Amt an so genannten Testentwürfen für die erwähnten Baufelder – konkreter soll es im nächsten Jahr werden. Bauarbeiten, etwa am Marktplatz oder in der Fußgängerzone der Möllner Landstraße, könnten sich aber bis 2020 hinziehen, hieß es auf entsprechende Fragen aus dem Publikum.

Parkgebühren kommen


Strittig war – erneut – die Billstedter Hauptstraße. Verkehrsplaner Martin Minkenberg aus dem Fachamt Management Öffentlicher Raum betonte, Städte könnten es sich nicht mehr leisten, alles auf das Auto einzurichten. „Die Stadt kann nur schöner werden, wenn der Modal Split anders aufgeteilt wird“ – wenn also Auto, Fußgänger, ÖPNV und Fahrrad anders zu ihrem Recht kommen. Michael Mathe stellte zudem in Aussicht, dass es auf dem Parkplatz an der Reclamstraße zu einer Parkraumbewirtschaftung kommen wird – dies sei eine Senatsvorgabe.

Lesen Sie auch: Spielhallen und Wettbüros in Billstedt begrenzen
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige