Schulen für Afghanistan

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Dank des Vereins zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V. können diese Kinder jetzt einen Kindergarten besuchen und hier auch lernenFotos: Flader

Oststeinbeker Verein fördert Bildung für Kinder und Jugendliche

Von Jürgen Hartmann
Oststeinbek. Für sein Engagement und die Förderung von Bildungsmöglichkeiten für Kinder in Afghanistan ist der „Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.“ mit dem Walter-Scheel-Preis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ ausgezeichnet worden. Vereinsgründerin Ursula Nölle und die jetzige Vorsitzende Marga Flader nahmen den Preis entgegen.
1984 gründete die Oststeinbekerin Ursula Nölle den Verein. Seitdem arbeiten die Vereinsmitglieder kontinuierlich an der Schaffung und dem Erhalt von Bildungsmöglichkeiten für afghanische Mädchen und Jungen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife. Darüber hinaus sorgen sie dafür, dass Kurse zur Berufsvorbereitung angeboten werden können. „Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen sind viele Schulen in Land zerstört oder stark beschädigt. Da es nicht möglich ist, im ganzen Land zu arbeiten, haben wir unsere Hilfen auf den Norden des Landes konzentriert“ sagt Marga Flader. Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen. „Bisher haben wir in Afghanistan 44 Schulgebäude sowie neun Erweiterungsbauten errichtet und zwölf Schulen saniert. Um die Versorgung mit Trinkwasser für die Kinder und die Bevölkerung zu verbessern, haben wir auch den Bau von Brunnen und Wasserbecken finanziert“, so die Vereinsvorsitzende.
Ein Grund, warum der Verein so erfolgreich arbeitet, ist die Tatsache, dass er nicht einfach Geld sammelt und das dann an ein Büro oder eine Institution in dem Land überweist, sondern die ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern sind selbst vor Ort und kümmern sich um alles. Zweimal im Jahr besuchen Vereinsmitglieder die Projekte im Land und wissen so immer ganz genau, wo noch was fehlt und was noch alles zu tun ist. Die Flüge werden aus eigener Tasche bezahlt und auch so manche Auslagen tragen die Mitglieder selbst. „In Kabul unterhalten wir ein eigenes Büro, das die Zusammenarbeit mit den Schulen im Norden des Landes koordiniert. Lediglich etwa vier Prozent unserer Einnahmen wenden wir für Verwaltungskosten auf“, sagt Marga Flader. Der Verein finanziert sich aus Spenden von Stiftungen, Schulen, Kirchengemeinden und Privatpersonen und wird unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der UNO Flüchtlingshilfe und dem Auswärtigen Amt.

Weitere Informationen unter afghanistan-schulen
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