Sicherheit statt Parkplätze

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Dieter Rönfeldt (li.) und Peter Soltow kämpfen seit 2009 für Maßnahmen, die den Öjendorfer Weg sicherer machen sollen. „Wir freuen uns, dass wir jetzt eine Lösung gefunden haben“. Foto: zz

Quartiersbeirat: Knappe Zustimmung für die Sprunginsel

Von Jürgen Hartmann
Schiffbek. Jetzt kommt sie doch: die „Sprunginsel“ für den Öjendorfer Weg. Seit 2009 bemühen sich die Anwohner rund um die viel befahrene Straße darum, diese für Fußgänger sicherer zu machen.
Gerade für viele ältere Anbewohnerinnen und Anbewohner ist es zu den Verkehrsspitzenzeiten oft gefährlich, wenn sie den stark frequentierten Öjendorfer Weg überqueren wollen, weil es hier keine Ampeln gibt. Auch kleine Kinder und Menschen mit Behinderungen können oft nur unter Schwierigkeiten die Straße überqueren.
Der Quartiersbeirat Jenkelweg/Archenholzstraße hat sich zusammen mit den Betroffenen in den vergangenen Jahren intensiv mit der Materie beschäftigt. Bisher konnte sich der Beirat aber weder auf eine Temp-30-Zone noch auf einen Zebrastreifen oder auf eine Fußgängerinsel („Sprung“insel) einigen. Ein besonderes Problem sind immer wieder die hier verkehrenden Linienbusse insofern, als diese Platz brauchen, um manövrieren zu können. Hinzu kommt, dass die Hochbahn vorhat, auf einigen dieser Linien künftig Gelenkbusse einzusetzen, die wesentlich länger sind als die jetzt verwendeten Fahrzeuge. Für Fußgänger erschweren diese neuen Busse die Übersicht zusätzlich.
Bei der Sitzung des Quartierbeirates Jenkelweg/Archenholzstraße am vergangenen Donnerstag brachte Verkehrsplaner Martin Minkenberg vom Bezirksamt Mitte noch eine weitere Variante ins Spiel: Er wollte – wenn auch zunächst nur probeweise – so genannte „Nasen“ an die Einmündungen Julius-Campe-Weg und Ruhmkoppel einbauen, um den Verkehr zu beruhigen und die Straße an diesen beiden Stellen enger zu machen.
Doch auch diesen Vorschlag lehnte der Quartiersbeirat –wenn auch mit knapper Mehrheit – ab.
Mit zwei Zustimmungen und fünf Enthaltungen hat sich das Gremium nach langer Diskussion jetzt dafür entschieden, dass zwischen dem Julius-Campe-Weg und der Ruhmkoppel eine so genannte „Sprung“- oder Fußgängerinsel gebaut werden soll.
Dazu müssen allerdings etwa 20 bis 30 Parkplätze, die meist von den Anwohnern genutzt werden, entfallen, um Ausweichflächen für die Busse zu schaffen. Vermutlich schon im Sommer sollen die Bauarbeiten wohl abgeschlossen sein.
„Wir sind sehr froh, dass wir endlich zu einer Entscheidung gekommen sind. Durch die Sprunginsel wird der Öjendorfer Weg sicherer und die Busse können durch die veränderte Straßenführung auch besser durchkommen“, sind Dieter Rönfeldt und Peter Soltow, die im Quartierbeirat für die Sprunginsel gestimmt hatten, überzeugt. (zz)
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