So trauern Schmidts Nachbarn

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Das Wohnhaus der Schmidts im Neubergerweg. Viele Menschen zeigten ihre Anteilnahme. Möglicherweise wird es ein Kanzlermuseum. Foto: Biehl

Wachslichter, Blumen, Herzen aus Papier: Ein Ortstermin in Langenhorn

Von Bert C. Biehl
Langenhorn
Die Welt trauert. Hamburg trauert. Aber nirgends scheint in diesen Tagen die Trauer um Helmut Schmidt (1918 - 2015) greifbarer als in Langenhorn.
Seit die Nachricht vom Tode des früheren Bundeskanzlers am vergangenen Dienstag Nachmittag bekannt wurde, riss der Strom der Menschen zum Neubergerweg nicht ab. Ältere entzündeten Wachslichter, Schüler legten Blumen nieder, mancher brachte eine Karte, einen Brief, andere standen nachdenklich schweigend da.
Hier lebte nicht nur der Staatsmann, der Geschichte geschrieben hat. Hier lebte auch der Nachbar. Der Herr Schmidt von nebenan. Der zu Fuß zum Einkaufen zur nahen Ladenzeile ging, mal mit, mal ohne Loki. Der sich Staatsgäste nach Hause einlud, und der gleichwohl stets freundlich Grüße erwiderte, sich auch mal auf ein Schwätzchen über‘n Gartenzaun einließ. „Tschüß Helmut Schmidt Danke für Dich“ hat der sechsjährige Anthony auf ein Papierherz geschrieben. Es hängt mit 24 anderen an bunten Bändchen am Jägerzaun vor Schmidts Haus. Die Klasse 1a der Grundschule Neubergerweg hatte sie am Mittwochmorgen gebastelt und hingebracht. Die Herzen werden vergehen, wie auch die Blumen und die Kerzen. Die Erinnerung an den Nachbarn und Staatsmann Helmut Schmidt wird bleiben.
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