Spielend zum Städteplaner

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Der Kleingartenverein Horner Marsch hat sich den Stadtspieler ins Haus geholt und jede Menge über Planungen und Projekte gelernt und nebenbei richtig viel Spaß gehabt Foto: kg

Großer Spaß bei Aktion im Kleingartenverein Horner Marsch mit Planspiel

Von Karen Grell
Horn
Im Kleingartenverein Horner Marsch wurde am vergangenen Mittwoch zu einer Runde „Der Stadtspieler“ geladen. Die erste Vorsitzende, Christina Saunus, und Pächterin und Vereinsmitglied Ingrid Möller hatten den Abend organisiert.
Das Spiel, das von Georg Pohl erfunden wurde, dient vor allem der Kommunikation und gemeinsamen Planung von Projekten. In der Horner Marsch, wo es bei fast tausend Parzellen die unterschiedlichsten Gartennutzer gibt, sind kleine Konflikte immer wieder vorprogrammiert. „Hier kommen völlig verschiedene Menschen zusammen“, erzählt Ingrid Möller, die dann die Idee hatte, einfach einmal gemeinsam zu spielen. „Der Stadtspieler“ wurde dabei zu einem großen Erfolg.
Schon nach wenigen Minuten sind die Spieler mittendrin. Bauen aus Knete eigene Häuser, Banken oder Kulturzentren und nehmen teil an der Entwicklung einer Stadt in der alles möglich ist. Auf dem Spielbrett gibt es das, was als Ausgangspunkt jeden Ortes gebraucht wird. Ein Wohnquartier, Grünanlagen, ein Gewerbegebiet und die Altstadt. Quer über das Brett fließt ein Fluss und schon kann das Spiel beginnen. Jeder Teilnehmer erhält eine festgelegte Ausgangssituation: Das erste Objekt, vielleicht dann auch einfach eine Laube im Kleingarten, kann gebaut werden. Doch wie im realen Leben gibt es auch für die spielenden Bauherren keinen „Punkt“, wenn nicht auch andere von den Projekten überzeugt werden können. Die Bauleiter werben, locken mit freien Eintrittsgeldern beim neuen Schwimmbad oder großen Konzerten im nahegelegenen Stadtpark. Konkurrenz entsteht, es müssen Kompromisse gefunden werden.
Die Einsicht, dass drei Bühnen in einer einzigen Grünanlage eben zu viel des Guten sind oder auch der freie Eintritt am Eröffnungstag im Schwimmbad nicht über die hohen laufenden Kosten hinwegtäuschen können, verstricken die Mitspieler in Kürze in wahre politische Entscheidungen.
Die Vereinsmitglieder der Horner Marsch haben an diesem Abend des Probespiels vor allem richtig viel gelacht und jede Menge Spaß gehabt. Wenn es konkret werden soll, kann man die Aufgabenkarten auf jeden individuellen Fall, wie hier den Kleingarten, abstimmen“, erklärt Georg Pohl die Möglichkeiten seines Spiels. Damit könnte auch in Horn für die Zukunft des Vereins spielerisch geplant werden. Ingrid Möller war begeistert und auch die anderen Teilnehmer haben viel über die Entstehung von Projekten, aber auch über sich selber gelernt. Neben Banken, Schulen, Schwimmbädern und Konzertsälen hatte eine Mitspielerin einfach einmal ein Glücks-Tor mitten in die Stadt gebaut – für die ganz persönlichen Wünsche jedes einzelnen.
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