Spielhallen sollen endlich weichen

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Die Bauruine an der Möllner Landstraße sorgt für Zündstoff Foto: fbt
Hamburg: Letternkamp |

Betreiber legt Widerspruch gegen Schließung ein

Frank Benno Timm
Billstedt
Fast alle der Billstedter Spielhallen müssten eigentlich weichen. Doch das Bezirksamt muss sich mit einer Fülle von Widersprüchen auseinandersetzen – teilweise von Dritten. An der Möllner Landstraße, wo seit 2012 eine Bauruine auf Verwendung wartet, könnte es dagegen Bewegung geben. Die Bauruine an der Möllner Landstraße, Ecke Letternkamp taucht seit 2012 immer wieder in der Berichterstattung auf. Eigentlich wollte hier ein Investor eine Dreifach-Spielhalle errichten. Inzwischen sind Fenster eingeschlagen, Türen stehen auf. Gerd Imholz (CDU) aus dem Billstedter Regionalausschuss findet drastische Worte: „Man kann hier sehen, dass alles versaut ist“, sagt er. Auf dem Nachbargrundstück ist ein Kindergarten eingezogen – daneben eine Spielhalle zu betreiben, „geht gar nicht“, sagt Imholz. Wenn die Stadt das Gebäude kaufen und für ihre Zwecke nutzen würde? „Ich wäre nicht dagegen“, so Imholz. Aus dem Bezirksamt Mitte war zu hören, es gebe für das Grundstück an der Möllner Landstraße einen Antrag auf ein Bistro mit einer Spielhalle.

11 von 15 Spielhallen sollen schließen

Die politischen Diskussionen um Spielhallen in Billstedt hat unter anderem durch den Streit um dieses Gebäude angefangen. Das Hamburger Spielhallengesetz wurde novelliert, nun gilt ein Mindestabstand zwischen den Spielhallen, so genannte „Mehrfachkonzessionen“ sind nicht mehr zulässig. Außerdem hat die Bezirksversammlung einen Bebauungsplan beschlossen, der eine Reihe von Spielhallen abgeschafft will. Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland zufolge müssen 11 von 15 Spielhallen in Billstedt schließen. „Zu jeder“ gebe es einen Widerspruch, zum Teil so genannte Drittwidersprüche. Dies bedeute, dass „gegen den Verbleib“ von Spielhallen sogar Rechtsmittel eingelegt wurden, „das wird jetzt abgearbeitet“ und dauert.
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