Spiritualität in den Alltag integrieren

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Dr. Kirstin Faupel-Drevs, hier vor der Jubilate-Kirche, ist seit Jahres-beginn Pastorin in der Kirchengemeinde Schiffbek und Öjendorf Foto: Christa Möller

Pastorin Faupel-Drevs wird Sonntag ins Amt eingeführt

Von Christa Möller
Billstedt
Taizé hat sie inspiriert: Im Lübecker Dom erlebte die Schülerin Kirstin Drevs vor über drei Jahrzehnten ihre ersten Taizé-Gottesdienste und fuhr auch mehrmals in den namensgebenden ökumenischen Ort im französischen Burgund. Die Kraft der Stille sowie die Schönheit der einfachen Lieder und Gottesdienste brachten sie sogar dazu, ihren ursprünglichen Berufswunsch aufzugeben: Sie wurde nicht Künstlerin sondern entschied sich für ein Theologiestudium. Über das Zusammenspiel von Kunst und Liturgie schrieb sie im Bereich Praktische Theologie ihre Doktorarbeit in Mainz, wo sie auch ihren Mann Franz-Josef Faupel kennenlernte, der Lehrer an der katholischen Sankt Ansgar-Schule in Hamburg ist. Ihrem Vikariat in Altona folgte eine Sabbatvertretung in Geesthacht, dann war sie drei Jahre lang Pastorin in Altenholz bei Kiel.
Zwölf Jahre lang war Kirstin Faupel-Drevs anschließend als Pastorin und Spiritualin am Ansverus-Haus in Aumühle tätig, wo ihr Vertrag jetzt auslief. „Stille Tage, Exerzitien, geistige Begleitung – dieses Arbeitsfeld habe ich dort aufgebaut.“ Zum Jahresbeginn wechselte sie als Pastorin nach Billstedt in die Kirchengemeinde in Schiffbek und Öjendorf. „Ich habe mich ganz bewusst für diese Stelle beworben“, sagt die 51-Jährige.
Die „Perlen des Glaubens“, ihr Gebetsband aus Skandinavien, begleiten sie auch in der neuen Kirchengemeinde, die sie gemeinsam mit Pastor Gerhard Bothe betreuen wird. Ihr Traum: Hier ebenfalls morgens zum Gebet und zum Meditieren einzuladen. Die Pastorin gehört zur geistlichen Lebensgemeinschaft der Emmaus-Geschwister, die sich aus Angehörigen unterschiedlicher christlicher Konfessionen zusammensetzt. Am Donnerstag, 15. Januar, um 19.30 Uhr lädt die Pastorin ins Mehr-Generationen Haus an der Merkenstraße 4 ein zu Austausch, Anregungen und praktischen Übungen unter dem Titel: „Glaubenshaltung und Lebenshaltung“.
Etwa 25 Besucher zählte sie bei ihrem ersten Gottesdienst am 4. Januar in der Kreuzkirche an der Billstedter Hauptstraße 88, etwa 80 kamen zum Gottesdienst in die Jubilate-Kirche an der Merkenstraße 4. Die Mutter dreier Kinder hat schon festgestellt, dass sich einige der etwa sechstausend Gemeindemitglieder ihrer Kirchengemeinde besonders verbunden fühlen – „teils über Generationen“: Viele Ehrenamtliche tragen die Gemeindearbeit.
Für ihre Familie bedeutet der Wechsel den Umzug von Aumühle nach Billstedt. Für die ausgebildete Ausdrucksmalbegleiterin, die in Aquarell-Technik malt und gern großformatige Gouache-Bilder mit den Händen gestaltet, wäre – neben der Gemeindearbeit - die Einrichtung eines Ateliers denkbar. Nicht auszuschließen ist auch, , dass sich in Billstedt eine Gelegenheit für eine Jugendfahrt nach Taizé ergibt
Sonntag, 18. Januar, 11 Uhr wird die Pastorin in der Jubilate-Kirche in ihr Amt eingeführt
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