Stadtteilschule Querkamp

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Schulleiter Christoph Dittrich, Senator Ties Rabe, Lehrer Jürgen Beste, sowie vorn die beiden Schülerinnen Sabrina Schultz (16) und Marina Margantiden (15). Foto: Röhe

Schulsenator Ties Rabe übernimmt Patenschaft, Stiftung stellt 50 000 Euro für die Einrichtung zu Verfügung

Horn. Es sind nur noch wenige Monate, dann geht für die zehnten Klassen eine Ära zu Ende: der Besuch ihrer Stadtteilschule Querkamp/Steinadlerweg.
Weil viele Schüler im Stadtteil Horn keine gute Aussicht auf einen Ausbildungsplatz hätten, gibt es jetzt ein für drei Jahre angelegtes Projekt. Mit modern ausgestatteten Arbeitsräumen, Computern, Flachbildschirmen, Bürostühlen und einer extra eingestellten Halbtagskraft soll intensiv die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz begonnen werden. Veronika und Volker Putz unterstützen die Zehntklässler. Unter der Patenschaft von Senator Ties Rabe stellt die Stiftung des Ehepaares Putz (Volker-und-Veronika-Putz-Stiftung) der Schule 50.000 Euro zur Verfügung.
„Wir wollen junge Menschen in den Beruf bringen. Für sie ist es ist oft schwierig, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Sei es Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache oder an mangelnden Bewerbungsunterlagen“, sagt Veronika Putz. Die 63-Jährige unterrichtete etwa 20 Jahre an der Schule Hermannstal, die seit einiger Zeit in die Stadtteilschule umfunktioniert wurde.
Neben den 50.000 Euro Spende bringt Volker Putz darüber hinaus seine Kontakte in die Wirtschaft ein. Ein weiterer Pluspunkt fürs Projekt. Die Halbtagskraft wird von Oktober an bei der Berufswahl aktiv unterstützen und Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen leisten. Tipps fürs Bewerbungsgespräch runden das Angebot ab. Viele Schüler haben genaue Vorstellungen von ihrem künftigen Beruf.
Nun geht’s aber in die Praxis – und das ist leichter gesagt als getan. „Man sollte sich vorher ganz genau über den Betrieb informieren und gut Bescheid wissen“, sagt Sabrina Schultz. Die 16jährige erhält zurzeit Einblicke in das Möbelgeschäft „Stilbruch“ in Wandsbek und sammelt Berufserfahrungen. „Der Umgang mit Kunden und Kollegen ist mir sehr wichtig. Es macht Spaß, mit Menschen zu tun zu haben“, ergänzt die Schülerin. Ihr Berufswunsch steht fest: Bürokauffrau.
„Beim Übergang von der Schule in den Beruf entscheidet sich das Lebensglück vieler junger Menschen“, sagt Senator Ties Rabe. Deshalb bezeichnet der Schulsenator das Engagement als „eine runde Sache“. Bei aller Theorie und größtem Einsatz bleibt allerdings ein Problem: Die Einsatzbereitschaft der Unternehmen. Sie sind nun in Pflicht, viele junge Leute auszubilden und anschließend auch zu übernehmen. (mr)
u Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es in Billstedt-Horn eine neue Stadtteilschule mit Namen Stadtteilschule Querkamp/Steinadlerweg. Es ist eine Vor- und Grundschule und Stadtteilschule mit einer Leitung. Damit gehört die Schule zu Hamburgs wenigen Langformschulen.
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