Stark sanierungsbedürftig

Anzeige
Die Treppe am Hübbesweg ist sanierungsbedürftig Foto: fbt

Unterwegs zwischen den Haltestellen Rauhes Haus und Hammer Kirche

Von Frank Berno Timm
Hamm
Der Regionalausschuss Hamm der Bezirksversammlung Mitte hat einen Antrag auf dem Tisch, der die Instandsetzung des Treppenaufgangs am Hübbesweg fordert. Das Wochenblatt hat sich an Ort und Stelle umgesehen und noch mehr Gründe gefunden, pflegend einzugreifen. Es fängt mit einem Müllsack an: Schon seit Tagen ziert er die etwas wild aussehende Grünanlage direkt neben dem stadtwärts gelegenen U-Bahn-Ausgang am Rauhen Haus. „Der frühe Vogel kann mich mal“, scherzt ein Spruch auf einer Autoheckscheibe. Gegenüber dämmert eine angefangene Baustelle vor sich hin. Das setzt sich, läuft man weiter, auch im Geesthang fort: Neben prächtigen Osterglocken liegen, fast ein wenig an einem modernden Baumstamm versteckt, Kleidungsstücke und noch ein wenig anderer, undefinierbarer Müll herum. Die Treppenanlage am Hübbesweg schließlich ist „offiziell“ geworden mit einer Drucksachennummer in der Bezirksversammlung. In einem CDU-Antrag für den zuständigen Regionalausschuss wird gefordert, eine Grundinstandsetzung der Anlage zu veranlassen. Vielleicht sollte man bei der Beratung auch das Behindertengleichstellungsgesetz zu Rate ziehen. Nötig ist die Aufarbeitung wohl. Das Geländer ist lange nicht mehr gestrichen worden. Der letzte Treppenabsatz vor Erreichen der Anhöhe sieht alles andere als vertrauenserweckend aus und neben der Treppe zieht sich ein Trampelpfad nach oben – Passanten mit Rollstühlen oder Kinderwagen können hier sowieso nicht allein passieren, sondern müssen Umwege zur Hammer Kirche oder dem Rauhen Haus in Kauf nehmen. Der Rad- und Fußweg, der sich durch die Grünanlagen weiter fast bis zum Berliner Tor zieht, hält auch ein paar Überraschungen bereit. Gleich zweimal haben sich Vandalen der Sitzfläche einer Bank angenommen – Bretter herausgerissen und zertrümmert. Im zweiten Fall, kurz vor der evangelischen Kirche, ist die Bank so demoliert, dass sie unbenutzbar ist. Flotten Fußes ist der U-Bahnhof Hammer Kirche schnell erreicht – auch hier gibt es nochmal eine Treppenanlage, deren Geländer man gleich mit streichen könnte, wenn der Hübbesweg in Angriff genommen wird. An der Mauer des Bahnhofs haben sich Farbsprüher abgearbeitet, auch an einem U-Bahn-Lüftungsgitter in der Nähe. Der Fahrradständer an der Station ist mit einer fest installierten Luftpumpe ausgestattet – so etwas sollte es häufiger geben.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige