Tempo 30 in der Merkenstraße kommt

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In der Archenholzstraße kommen Autofahrer nur mit erheblicher Vorsicht vorwärts Foto: fbt
Hamburg: Merkenstraße 4 |

Billstedt: Zu Enge Fahrbahn aufgrund parkender Autos

Frank Berno Timm
Billstedt
Im Quartier Archenholz-/Merkenstraße wird es zunehmend enger. Busse kommen schlecht durch, Autofahrer haben wenig Platz beim Ausparken (Das Wochenblatt berichtete). Jetzt soll in der Merkenstraße eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Eine Fahrt mit der Buslinie 432, die sich durch die engen Straßen im Wohngebiet schlängelt, wird zur Hindernisfahrt. In der Archenholzstraße stehen die Autos auf beiden Straßenseiten geparkt. Wenn eins den Parkplatz verlassen will, muss der Gegenverkehr warten. Schwieriger wird es, wenn die Busse der Linie 432 hier durchfahren: Wenn sich die Fahrer nicht über mehrere hundert Meter hinweg verständigen, wer wem die Vorfahrt gewährt, wird es eng. Genauso wie an der Grundschule Archenholzstraße, wo der Bus beim Schulende nur im Stop-and-Go-Verkehr weiterkommt.

Kostenpflichtige Parkplätze umgehen

Die Ursachen der Misere sind die Aufhebung der Stellplatzpflicht bei Bauvorhaben und Pendler, die auf die Wohnstraßen ausweichen, weil sie den kostenpflichtigen Parkplatz in der Reclamstraße meiden.Frank Ramlow (Regionalausschuss Billstedt): „Bei jedem Bauvorhaben fordert der Regionalausschuss die Bauherren auf, für ausreichend Stellplätze zu sorgen. Rechtlich können wir darauf nicht bestehen“. Er verweist darauf, dass man sich darum bemühe, den Landesbetrieb Verkehr in den Regionalausschuss zu holen.

Neue Parkplatzsituation im Dudenweg

In der Merkenstraße ist es eng: Die Initiative aus der Bezirksversammlung will hier eine 30er Zone einrichten. Die zuständige Wirtschafts- und Verkehrsbehörde hat ihre Zustimmung erteilt.: „Nach Vorliegen und Prüfung der planerischen Unterlagen wird die Straßenverkehrsbehörde eine Tempo-30-Zone anordnen“.Auch das Bauprojekt einer Genossenschaft am Dudenweg wird einiges verändern. Maureen Schwalke (Die Linke) berichtet, vor der Realisierung hätte es dort 148 öffentliche und 112 private Stellplätze gegeben. Nach Umsetzung des Bauprojekts würden es 116 öffentliche und 322 private Stellplätze sein. Die Abgeordnete gibt zu bedenken: Man müsse sich „mit der Lebensrealität der Bürger“ auseinandersetzen. Am Anfang der Archenholzstraße habe man es verpasst, den ruhenden Verkehr einzuplanen.

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