Tierschutzverein wählt neuen Vorstand

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Der Vorstand von links nach rechts: Thomas Kähler (Schatzmeister), Sandra Gulla (2. Vorsitzende), Hansjürgen Neitzel (Beirat), Manfred Graff (1. Vorsitzender), Dr. Gabriele Waniorek-Goerke (Beirat), Prof. Dr. Helga Milz (Beirat), Edgar Kiesel (Beirat). Foto: Hamburger Tierschutzverein

Sandra Gulla und Wolf Boettcher sind hinzugekommen

Hamm-Süd. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat kürzlich seinen Vorstand neu gewählt. In seinem Amt bestätigt wurde Manfred Graff als 1. Vorsitzender des Vereins. Neu in den BGB Vorstand gewählt wurden Sandra Gulla als 2. Vorsitzende und Wolf Boettcher als Schatzmeister. Auch die weiteren Mitglieder des neuen Gesamtvorstandes sind bekannte Gesichter:  Dr. Gabriele Waniorek-Goerke und Edgar Kiesel haben selber in den letzten Jahren den Verein als BGB-Vorstand mit geleitet, während Hansjürgen Neitzel und Helga Milz in dieser Zeit dem geschäftsführenden Vorstand beratend zur Seite gestanden haben. Aus persönlichen Gründen nimmt Boettcher die Wahl nicht an. Inzwischen wurde Thomas Kähler durch einen Kooptationsbeschluss des gesamten Vorstands zum Schatzmeister bestimmt und er hat die Wahl angenommen.
Der neue Vorstand bleibt nach Aussage von Graff seiner bisherigen Linie weitgehend treu, auch wenn sicher andere Akzente in der zukünftigen Vereinsarbeit gesetzt  werden dürften. „ Für mich ist tiergerechtes  Leben  und Fürsprache für die Tiere eine ethische Grundentscheidung“,  so Gulla zu ihrem neuen Amt.
„Wichtige Punkte in diesem Jahr bleiben unverändert die Evaluation des Hamburger Hundegesetzes sowie die Verabschiedung eines Tierschutzpaketes durch die Bürgerschaft“, so Graff. Der Verein setzt sich als Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes weiterhin für mehr Tierschutz im überholungsbedürftigen Deutschen Tierschutzgesetz ein. Auch die Gewinnung neuer Mitglieder und Ehrenamtlicher sowie die dringenden Um- und Neubauten im Tierheim bleiben wichtige Punkte auf der Tagesordnung.
Im Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr resümiert Manfred Graff, dass sich die Lage der Tierheimbewohner langsam bessert. Mit den sogenannten Kategoriehunden wird mehr trainiert, das Kleintierhaus hat einen neuen Auslauf für Meerschweinchen und Kaninchen und der Anbau im Kleintierhaus wurde endlich in Angriff genommen. Für die Katzen sollen  neue Ausläufe mit Klettermöglichkeiten gebaut werden, was aber durch die örtlichen Gegebenheiten (Deponiegelände) und die angespannte Kassenlage erschwert wird.
In finanzieller Hinsicht konnte das Geschäftsjahr des Hamburger Tierschutzvereins leider nicht so positiv abgeschlossen werden. „2011 haben wir einen Verlust von rund 543.000 Euro erwirtschaftet“, berichtet Schatzmeister Edgar Kiesel. Dieser Verlust lässt sich zum kleinen Teil durch den Gewinn 2010 ausgleichen, zum Teil mussten aber Rücklagen liquide gemacht werden. Zum einen erklärt sich das Minus durch den Rückgang der Vermögenswerte aus  Erbschaften, zum anderen aber auch durch die gestiegenen Tierzahlen, die wegen der erforderlichen Versorgung der untergebrachten Tiere in höheren Personalkosten resultieren. „Auch 2011 haben wir im Sommer wieder über 500 Katzen aufgenommen“, so Gabriele Waniorek-Goerke, 2. Vorsitzende des Vereins. „Es wird Zeit für eine Katzenschutzverordnung in Hamburg!“ Der Verein plant deshalb eine Katzenkastrationskampagne.
Nach der Verabschiedung des Jahresabschlusses und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes kam es mit den rund 100 anwesenden Mitgliedern noch zu einer regen Diskussion, bei der es viele positive Bemerkungen über die Veränderungen im Tierheim, die vielfältige und rasch wachsende ehrenamtliche Mitarbeit und viele Anregungen für einen noch effektiveren Tierschutz in der Zukunft gab. (pi)
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