Tour zeigt Stolpersteine in Eilbek und Hamm

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Hasselbrookstraße 162 anno 1938 Foto: Stadtteilinitiative Hamm

„Verfolgte Vielfalt – Juden, Demokraten, Behinderte...“ heißt der Rundgang der Stadtteilinitiative

Hamm Liebe Hammerinnen und Hammer, liebe Freunde des Stadtteils, mittlerweile liegen über 5.000 Stolpersteine in Hamburg, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Auch in unserem Gebiet sind sie auf vielen Wegen zu entdecken. Für etliche Stadtteile gibt es sogar einzelne Bücher, herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung, die detailliert die bewegenden Einzelschicksale beschreiben. Spannend ist aber auch, sich an Ort und Stelle der Betroffenen zu erinnern. Am Sonntag, 7. August, um 16 Uhr führen wir unter dem Titel „Verfolgte Vielfalt – Juden, Demokraten, Behinderte...“zu ausgewählten Stolpersteinen in Eilbek und Hamm. Die Kosten betragen 5 Euro und sind bar und passend zu entrichten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Ostausgang des S-Bahnhofs Landwehr. In der nahe gelegenen Hasselbrookstraße wurden allein neun Stolpersteine verlegt. Einer ist Fritz Otto Eilken, geb. 1903, gewidmet. Er war in seiner Jugendzeit in verschiedenen Organisationen der Arbeiterbewegung aktiv und musste schließlich dafür sein Leben lassen. Fritz Eilken trat 1922 in die SPD und 1925 in die „Produktion“ ein, eine Konsumgenossenschaft, die ihren Mitgliedern preisgünstige und gesunde Lebensmittel anbot. Fritz Eilken, später Funktionär der PRO, wurde mehrmals verhaftet und wieder entlassen. 1943 zog man ihn zum Bewährungsbatillon 999 ein. Sein Einsatzgebiet war Griechenland. Ein Kamerad berichtete, dass Fritz Eilken nach Odessa in Gefangenschaft gekommen sein soll. Seit dem ist er verschollen und wurde am 31.12.1945 für tot erklärt. Wer sich nach dem Rundgang gern über alle Schicksale informieren möchte, kann die Stolperstein-Bücher für je 3 Euro im Stadtteilarchiv Hamm käuflich erwerben. Eine schöne Woche wünscht die Stadtteilinitiative Hamm

Weitere Infos: Stadtteilinitiative Hamm
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