Türkisches Zentrum kommt

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Hüseyn Yilmaz, Vorsitzender des TGH, vor dem Eingang des neugeschaffenen Gemeinde-zentrums in Billstedt. Foto: Neschki

Erstes Gemeindezentrum in Mitte eröffnet im September

Billstedt. Im Bezirk Mitte kann man den Eindruck gewinnen, es gäbe recht viele türkische Gemeindezentren. Die vielen Menschen mit Migrationshintergrund suggerieren es. Dabei scheit es für viele Bürger ohne M-Hintergrund unwichtig, aus welchen südlichen Gefilden diese Menschen kommen: nicht deutsch, also türkisch.
Tatsache ist: In Billstedt gibt es bis heute offiziell kein türkisches Gemeindzentrum. Das aber wird sich zukünftig ändern. im September nach Ramadan wird die erste türkische Gemeinde in Billstedt eingeweiht, die zweite nach Altona. Sie nennt sich Türkische Gemeinde Hamburg und Umgebung, kurz TGH.
Die vom Hamburger Senat unterstützte Einrichtung soll Anlaufstelle für alle Bürger sein. Egal ob diese vom schwarzen Kontinent, aus der Türkei, Afghanistan, dem Iran oder ausDeutschland kommen. Es geht um Bündelung von vorhandenen Kräften und Strukturen, um Interkultur, Integration, Bildung und Problemlösung in jeder Hinsicht. Aber auch um den zwischenmenschlichen Dialog – um das „Wir-Gefühl“.
„Daran müssen wir arbeiten und an einer besseren Bildung für unsere Kinder. Wir brauchen mehr Abiturienten,“ so Hüseyn Yilmaz, Vorsitzender des Vereins und Mit-glied des Integrationsbeirats. Des-halb wurde auch schon eine Ko-operation mit der Stadtteilschule Öjendorf geschlossen.
„Bildung ist das Eine,“ so der Vor-sitzende weiter, „zusätzlich werden aber auch Integrationskurse für Frauen angeboten, an denen heute schon über 500 in ganz Hamburg teilnehmen. Frauen bestehen nämlich aufgrund der Tatsache, dass sie hauptsächlich für die Versorgung und Erziehung ihrer Kinder zuständig sind oft die Prüfung für ihre Einbürgerung nicht.“ Zukünftig sollen diese auch in der TGH abgelegt werden können.
Die Angebotsliste der TGH ist höchst umfassend. Erwähnenswert aber ist, dass es auch eine Suchtberatung geben wird. Vor allem für Spielsüchtige, deren Krankheit von der Bevölkerung bis heute nicht wirklich akzeptiert wird. Geschätzte 80 bis 90 Prozent der Spielsüchtigen in Billstedt, haben einen Migrationshintergrund.
„Das kann so nicht bleiben,“ er-zählte uns der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GAL, die sich insgesamt für dieses Projekt zusammen mit der Billstedter SPD eingesetzt hat. (mn)
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