Turm-Uhr in Hamburg versetzt

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Pastorin Cornelia Blum vor dem Turm der denkmalgeschützten Kirche St. Thomas Fotos: ehrhorn

Zeitmesser der St. Thomas-Kirche ist einzigartig

Von Christian Ehrhorn
Rothenburgsort. Über 50 Jahre befand sich das Werk der Kirchenuhr im Turm der St. Thomaskirche in Rothenburgsort. Nun wurde die komplizierte Mechanik versetzt – zur großen Erleichterung der Mitarbeiter.
Vier Zifferblätter sind am Kirchturm der St. Thomas Kirche in Rothenburgsort zu sehen. Für viele Leute im Ort dient die Kirchenuhr als Orientierungspunkt und als Zeitgeber. Daher ist es wichtig, dass die Uhr immer richtig tickt. Tut sie es mal nicht, müssen die Mitarbeiter der Kirche ans Werk. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Turmuhren, die bereits elektrisch laufen, befindet sich in der St. Thomas Kirche eine der letzten mechanischen Großuhren ihrer Art. Daher ist sie, wie die gesamte Kirche, denkmalgeschützt. Doch das Betreiben der Uhr gestaltete sich für die Mitarbeiter alles andere als einfach. „Wenn die Uhr mal gestellt werden muss, müssen wir ungesichert an einer steilen Leiter in einen zehn Meter hohen, dunklen Schacht klettern. Das ist nicht ungefährlich. Und aus versicherungstechnischer Sicht dürften wir das sicher auch nicht selber machen. Aber jedes Mal einen Profi bestellen, das kann sich die Kirche einfach nicht leisten“, erklärt Pastorin Cornelia Blum.

Zehn Meter nach unten

Daher wurde nun ein Entschluss gefasst: Das Uhrwerk soll eine Etage tiefer in der sogenannten Glockenstube aufgebaut werden. Da die Uhr unter Denkmalschutz steht, darf sie jedoch nicht so einfach versetzt werden. „Wir mussten uns erst die Genehmigung vom Denkmalschutzamt einholen. Vorher durften wir die Uhr nicht anrühren“, so Cornelia Blum. Das Denkmalschutzamt gab die Genehmigung. Und nicht nur das: Von den 6.000 Euro, die das Versetzen der Uhr von einer spezialisierten Firma kostet, übernahm es 2.000 Euro. Ein weiteres Drittel der Kosten wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland übernommen. Die restlichen Kosten muss die Kirche selber aufbringen. „2.000 Euro sind eine große Summe, die wir leider nicht übrig haben“, sagt Pastorin Cornelia Blum. „Daher hoffen wir auf Spenden aus der Gemeinde. Wir freuen uns über jede Hilfe.“
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