U4 wächst Richtung Olympia

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Verantwortlich (v.l.): HHA-Technikvorstand Jens-Günter Lang und U4-Projektleiter Dirk Göhring Foto: Hertel

Lokaltermin auf Großbaustelle: Kleine Verzögerungen beim „Nordast“

Von Michael Hertel
Hamburg
Der Weiterbau der U-Bahnlinie 4 in Richtung Elbbrücken kommt zügig voran. Das 180-Millionen-Euro-Projekt der Hamburger Hochbahn (HHA) mit dem spektakulären U-Bahnhof „Elbbrücken“ als vorläufigem Endpunkt soll bereits Ende 2018 in Betrieb gehen. Derweil gibt es am Nordende der U-Bahnlinie 4 in Richtung Horner Geest kleine Verzögerungen, die jedoch laut Hochbahn die Pläne nicht negativ beeinflussen.

Offene Bauweise


Die derzeit an der Station „HafenCity Universität“ endende Linie 4 wird in offener Bauweise (im Gegensatz zum unterirdischen Schildvortrieb) um 1,3 Kilometer bis zur vorläufigen Endhaltestelle „Elbbrücken“ verlängert. Der neue Bahnhof elf Meter über der Elbe, eine futuristische Stahl-Glas-Konstruktion, wurde von dem renommierten Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner entworfen. In zeitlicher Abhängigkeit von der Olympia-Entscheidung kann die Linie 4 dann über eine neue Elbbrücke (die alte Freihafenelbbrücke von 1926, ursprünglich für die U-Bahnverlängerung mit einem Extra-Fach versehen, erwies sich als nicht mehr tragfähig genug) auf den Kleinen Grasbrook verlängert werden. Eine Kehranlage sowie 300 von insgesamt 700 Metern des bis zu 17 Meter tiefen Streckentunnels sind im Rohbau bereits fertig, an den Fundamenten für den neuen Bahnhof und die Elbbrücke wird gearbeitet. „Wir liegen nicht nur im Zeit- sondern auch im Kostenrahmen“, erklärte Technik-Vorstand Jens-Günter Lang bei einem Ortstermin erfreut.
Von den rund 180 Mio. Euro Kosten übernimmt der Bund 72 Mio. Die Versmannstraße, unter der der neue U-Bahntunnel teilweise verläuft, soll bereits 2017 wieder durchgängig befahrbar sein. Inzwischen ist auch der Bau der Umsteigestation zur S-Bahn (S3, S 31; Hauptbahnhof – Harburg) an den Elbbrücken gesichert. U4-Projektleiter Dirk Göhring: „Der S-Bahnhof der DB wird parallel gebaut und soll auch 2018 fertig sein. Zwischen den beiden Stationen wird es einen Verbindungsgang geben.“

Bürgerbefragung im Herbst


Noch attraktiver wird die U-Bahnlinie 4 auch mit dem geplanten „Nordast“. Wie berichtet, soll die U 4 hinter der Haltestelle „Horner Rennbahn“ aus dem U2-Tunnel ausgefädelt werden und über die Stationen „Stoltenstraße“ und „Dannerallee“ um 1,8 Kilometer verlängert werden. Hier gibt es allerdings nach Auskunft der HHA kleine Verzögerungen. Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum: „Die Machbarkeitsstudie sollte bereits fertig sein. Aber in Anbetracht der Herausforderungen haben wir sie um drei Monate verlängert.“ Dabei geht es laut Kreienbaum unter anderem um die komplizierte Ausfädelung der Neubaustrecke, um die Unterfahrungen eines Telekom-Gebäudes und eines Dükers von Hamburg Wasser sowie um Überlegungen zu Betriebsunterbrechungen während der Bauzeit.
Kreienbaum: „Wir bleiben im Zeitplan. Die für den Spätsommer geplante Bürgerbeteiligung startet im Herbst.“ Der Baubeginn ist für 2019 geplant.
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