Umbau des Fernwärmenetzes

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Heinz Müller (Bauleiter) und Rainer Hansen (technischer Bauleiter) an der Baustelle in der Nordkanalstraße Ecke Hammerbrookstraße. Voraussichtlich bis Ende Oktober wird dort gearbeitet.Foto: Röhe

Noch bis Ende Oktober wird auf der Baustelle gearbeitet

Von Matthias Röhe
Hammerbrook. Sie gehört zu den zweifellos größten Baustellen im Bezirk Mitte und sorgt täglich für Staus und Verärgerung der Autofahrer: Die Arbeitstelle in der Spaldingstraße (stadteinwärts) und Nordkanalstraße (stadtauswärts) in Höhe der Hammerbrookstraße.
Was bei Verkehrsteilnehmern für Ärger sorgt, erfreut zukünftig die Anwohner und Unternehmen in der Umgebung. Denn die Vattenfall Europe AG als Bauträger stellt in diesen Tagen das Fernwärmenetz um, tauscht vorhandene Leitungen aus.
„Fernwärme wird in Hamburg in Form von heißem Wasser transportiert. Es fließt in einem Kreislaufsystem vom Heizkraftwerk Borsigstraße zum Kunden und zurück“, erklärt Rainer Hansen, technischer Bauleiter. Im neuen Wärme-Umlauf-Werk (WUW) direkt an der Baustelle wird Wasser durch heißen Dampf des Kraftwerks erhitzt und verteilt.
Damit alle Kapazitäten ideal ausgenutzt werden können, müssen alte Leitungen durch neue ersetzt werden. „Dazu mussten wir die Fahrbahn aufreißen“, sagt Rainer Hansen. Der Grund, warum in beide Fahrtrichtungen eine Einengung von vier auf zwei Fahrstreifen erfolgte.
Bevor an der Baustelle in der Nordkanalstraße Ecke Hammerbrookstraße gebuddelt werden durfte, musste aufwendig eruiert werden, welche Leitungen anderer Unternehmen in diesem Bereich liegen.
„Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation, Siele – etwa 30 bis 40 Leitungsträger können mitunter betroffen sein, die wir über unser Bauvorhaben informieren müssen“, erklärt Bauleiter Heinz Müller. „Dabei haben wir darauf zu achten, dass wir deren Leitungen nicht zerstören.“ Zwei Wünschte haben sie: „Zum einen wäre es vorteilhaft, wenn es einen Lageplan aller Unternehmen gäbe.
Dann würde es jedem einzelnen erspart bleiben, umständlich 30 bis 40 einzelne Pläne zu studieren“, sagt Müller. Zum anderen hofft das Bauteam auf verständnisvolle Autofahrer.
Auch wenn so mancher genervt an der Baustelle vorbeifährt: voraussichtlich Ende Oktober ist mit dem Buddeln, Baggern und Austauschen Schluss – und die Autofahrer haben wieder freie Fahrt. (mr)
Die Firma Vattenfall Europe Wärme AG versorgt in der Hansedtadt Hamburg etwa 440.000 Wohneinheiten. Die Länge der Rohrleitungen beträgt insgesamt 800 Kilometer.
Die Zahl der Übergabestationen: 10.832, Druck in den Rohren: 20 bar.
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