Unterschriften gegen Abrisspläne

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Vertreter der Initiative “Rettet Elisa” mit der für sie einzigen Lösung: „Wir bleiben!“ Foto: Röhe

Es gibt noch keine endgültige Entscheidung für „ELISA“

Hamm. Der Streit um einen möglichen Abriss des historischen Gebäudeensemble im Curtiusweg 1-3, Am Elisabethgehölz 3-7 und dem Chapeaurougeweg 16-20 geht in eine neue Runde. Seit mehr als einem Jahr kämpft die Mieterinitiative „Rettet ELISA“ nunmehr gegen den Abriss ihrer in den 1920er-Jahren entstandenen Wohnanlage. Kürzlich haben Vertreter der Initiative eine Unterschriftenliste beim VHW-Vorstand Marco Hahn übergeben und damit noch einmal deutlich ihrer Forderung nach einer Sanierung des Ensembles Nachdruck verliehen. „Auf der Mieterversammlung am 15. November 2012 sagte Marco Hahn vor der Mieterschaft und Vertretern der Lokalpolitik, wenn mehr als die Hälfte der Bewohner eine Sanierung wolle, würde die Verwaltung der VHW dieses tun. Wir nehmen ihn beim Wort“, sagt Michael Brackhahn, Sprecher der Mieterinitiative. Zwei Drittel der verbliebenen 58 Mieter (von ursprünglich 122 Mietparteien) haben sich in einer Willensbekundung für den Erhalt von ELISA ausgesprochen. Mit diesem Ergebnis könnte nun die 15 Monate dauernde Auseinandersetzung um das historisch bedeutsame Gebäude entschieden sein.
Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. „Wir wollen eine Lösung, die möglichst die Interessen vieler Menschen berücksichtigt“, sagt Marco Hahn, Vorstandssprecher VHW. „Maßstab hierfür sind die sozialen Belange der Bewohner, die Sicherstellung günstiger Mieten, die Nachhaltigkeit der Maßnahmen und schließlich die Wirtschaftlichkeit zum Wohl aller Mitglieder der VHW“, ergänzt Hahn.
Nach derzeitigem Gesprächsstand erfülle die von der Wohnungsbaugenossenschaft präferierte Neubau-Variante mit Ausgangsmieten von monatlich 5,90 Euro je Quadratmeter für die jetzigen Bewohner, zeitgemäßen Grundrissen, einer deutlich längeren Nutzungsdauer und der besseren Förderung die gesetzten Kriterien. In der Sanierungsvariante läge durch geringere Förderungen bereits die Ausgangsmiete bei 7 Euro und zudem ist die Wirtschaftlichkeit für die Genossenschaft nicht gegeben. „Derzeit ist davon auszugehen, dass nach Abschluss der noch anstehenden Gespräche demnächst eine Entscheidung getroffen werden kann“, erklärt Marco Hahn. (mr)

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rettet-elisa.de. Der Mietertreffpunkt ist mittwochs von 18.45 Uhr bis 19.45 Uhr geöffnet. Ansprechpartner ist Lars Langner, t 0176 / 96 04 42 10. Freitags ist das Büro ebenfalls geöffnet, 20 bis 21 Uhr.
Fragen und Anliegen können auch per E-Mail an die Mieterinitiative gerichtet werden: initiative@rettet-elisa.de
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