Upgrade für Bahnhofsgelände

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Der Siegerentwurf der Architekten sieht viele begrünte Gebäudedächer vor Animation: Architkten Henn/S. Kühn

In Rothenburgsort entsteht Hamburgs modernstes Gewerbe- und Industriezentrum

Von Marco Dittmer
Rothenburgsort
Kostbare Flächen, großes Potenzial, Impulsgeber für die Stadt – laut dem Hamburger Senat und der Hafencity Hamburg GmbH wird in wenigen Jahren mitten in Rothenburgsort Hamburgs modernstes Gewerbe- und Industriezentrum entstehen. Das Gebiet des früheren Güterbahnhofs ist das Epizentrum des städtischen Entwicklungskonzeptes „Stromaufwärts an Elbe und Bille“.
Bis zu 4.000 hochmoderne Arbeitsplätze sollen auf der 10,6 Hektar großen Fläche, zwischen dem S-Bahnhof Rothenburgsort und Billhorner Brückenstraße, geschaffen werden. Für Wirtschaftssenator Frank Horch birgt das innenstadtnahe Areal große Chancen. „Mit einer ‚Speicherstadt des 21. Jahrhunderts’ können wir hier ein Modell für Produktionsformen von morgen schaffen“, sagte Horch kürzlich.

Entwurf aus München


Die Münchener Architekten Henn setzten sich mit ihrem Konzept gegen zwei Konkurrenten durch. Sie planen einen neuen Typ von Gewerbeflächen, der an Hamburgs historische Speicherstadt angelehnt ist. Ähnlich wie die Lagerhäuser in der Altstadt sind die Häuser von einer tieferliegenden Anlieferstraße – in der Speicherstadt die Fleete – und von einem höherliegenden Boulevard zugänglich. Die Raumhöhen der Geschosse sind zudem zwischen 4,80 Meter und acht Meter variabel. Damit soll die Nutzung der Räume langfristig flexibel bleiben.
Der Alster-Elbe-Grünzug, eine Verbindung zwischen Außenalster, St. Georg und Elbpark Entenwerder, und Gastronomie sollen Hamburgs neuen Produktionsstandort auch für Fußgänger und Radfahrer attraktiv machen.

Neuer Opernfundus eröffnet als erstes



Zentrum des neuen Gewerbegebietes in Rotheburgsort werden die Opernwerkstätten. Der Neubau wird rund zwei Fußballfelder groß, vier Stockwerke hoch und 30 bis 40 Millionen Euro kosten. Die Erschließungsarbeiten auf dem Grundstück haben bereits begonnen. Im Dezember untersuchte der Kampfmittelräumdienst das Gelände auf Blindgänger, erste Straßen sollen im Frühjahr geteert werden. Während die Bauarbeiten des Gewerbeparks voraussichtlich 2018 beginnen, soll der Opernfundus schon im Sommer 2016 bezugsfertig sein.
Die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft ist in Vorbereitung. Die städtischen Unternehmen Hafencity Hamburg GmbH und Sprinkenhof GmbH entwickeln federführend das Gebiet „Billebogen“ und planen zudem das bekannte Zukunftsprojekt „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Bis 2030 sollen an elf Schwerpunkten zwischen Innenstadt und Mümmelmannsberg neue Wohnungen und Gewerbegebiete gebaut und entwickelt werden.
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