Urlaubszeit = Einbruchszeit

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Tipps vom Fachmann: Stefan Meder von der Beratungsstelle des Hamburger LKA Foto: tel

Beratungsstelle des LKA gibt Tipps zum Schutz vor Wohnungsaufbrüchen

Von Michael Hertel

HAMBURG. Laut Polizeistatistik wurden im vergangenen Jahr 9.006 Einbrüche in Hamburg gemeldet, besonders viele in der Ferienzeit. Das waren fast doppelt so viele wie noch im Jahr 2006 (4.733 Fälle). Die Aufklärungsquote lag bei unter neun Prozent.

Vorsorge und richtige Verhaltensweise sind deshalb wichtig. Stefan Meder (52), Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Landeskriminalamtes (LKA) Hamburg, gibt Tipps für Reisefreudige: „Vieles klingt selbstverständlich, wird aber immer wieder missachtet“, sagt der Polizeibeamte. Zum Beispiel der Rat, Fenster und Türen immer abzuschließen, auch dann, wenn man nur kurz Wohnung oder Haus verlässt. Meder: „Der Täter braucht in der Regel nur fünf Minuten für einen erfolgreichen Einbruch.“

Das einfache Zuziehen der Tür erleichtet das Eindringen. Deponieren Sie Ersatzhausschlüssel nie außerhalb des Hauses – Einbrecher finden oft auch das raffinierteste Versteck.Bei längerer Abwesenheit: Das Haus/die Wohnung sollte immer einen bewohnten Eindruck machen - zum Beispiel durch Beleuchtung mittels Zeitschaltuhren. Auf gar keinen Fall Rollläden tagsüber heruntergelassen haben. Meder: „Rollläden gewähren nur eine vermeintliche Sicherheit, zeigen dem Täter aber, wo niemand zuhause ist.“ Ganz wichtig: Der Briefkasten muss regelmäßig geleert und die Mülltonne an den Abholtagen an den Straßenrand gestellt werden – am Besten durch die Hilfe eines zuverlässigen Nachbarn.

Keinesfalls eigene Reiseabsichten in irgendwelchen sozialen Foren (Facebook, Twitter) bekannt geben – das wäre eine Einladung zum Einbruch. Wertsachen, die man selten benötigt, am besten bei einer Bank deponieren. Und: aufmerksam sein! Meder: „Halten sich verdächtige Personen in der Umgebung beziehungsweise im Hausflur auf, klingeln Fremde an Wohnungstüren und stellen fadenscheinige Fragen – dann lieber die 110 wählen.“

Und was klauen Einbrecher am häufigsten? Meder: „Bargeld, Schmuck, Handys und alles Wertvolle, das sich leicht wegtragen lässt.“ Für einen erhöhten Schutz zuhause lohnt sich ein Besuch bei der LKA-Beratungsstelle, Caffamacherreihe 4. Die Polizei berät dort kostenlos und herstellerneutral über Schutzeinrichtungen sowohl an Neubauten wie auch zur Nachrüstung; Kontakt:
Telefon 040 4286 70777 oder per Mail unter kriminalberatung@polizei.hamburg.de
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