Verschwindet bald eine Fahrspur?

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Die Hammer Landstraße ist teilweise bis zu 14 Meter breit Foto: fbt

An der Hammer Landstraße soll sich einiges verändern

Von Frank Berno Timm
Borgfelde/Hamm
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat jetzt seine Pläne für die weitere Sanierung der Hammer Landstraße vorgestellt. Und schon zeichnet sich eine Kontroverse ab: Soll alles bleiben, wie es ist, oder wird es bald weniger Fahrbahn geben? Das Chaos am U-Bahnhof Burgstraße ist geringer geworden. Noch im vergangenen Jahr baute der LSBG an den Fahrbahnen und die Hochbahn am U-Bahnhof, der einen Aufzug bekommen hat. Auch der Radverkehr wurde neu geordnet. Wer weiter mit dem Auto Richtung Hamm und Billstedt fährt, weiß nur zu gut, dass die Straße in beiden Richtungen „gut benutzt“ ist. Für Radfahrer wäre es eine Katastrophe, gäbe es nicht den ausgebauten Weg bis zum U-Bahnhof Rauhes Haus: Der Radweg an der Straße ist eine Zumutung. Selbst sonntags wirkt die Hammer Landstraße abgewohnt. Yannik Regh (SPD) vom Regionalausschuss Hamm-Borgfelde-Rothenburgsort berichtet, der LSBG habe jetzt Pläne für die weitere Sanierung der Hammer Landstraße vorgestellt. Es gibt laut Regh zwei Varianten: Entweder wird die Straße vierspurig saniert, oder sie bekommt stadtauswärts nur noch eine Spur. Regh fände die Variante, in der auch davon die Rede ist, Radstreifen auf die Fahrbahn zu legen, machbar. Interessant sind Unterlagen des LSBG, die dem Hamburger Wochenblatt vorliegen. Daraus geht hervor, dass die Verkehrsbehörde gezählt hat, wie viele Autos hier fahren: An der Kreuzung mit der Diagonalstraße wurden rund 24.000 Fahrzeuge gezählt, an der Kreuzung Sievekingdamm etwas mehr – der Schwerverkehrsanteil betrug im vorigen Jahr zwei Prozent. Zwischen den beiden Kreuzungen ist die Straße 12,70 bis 14 Meter breit. Nördlich gibt es einen zwei Meter breiten Gehweg und 1,30 Meter Radweg. Südlich sind Parkplätze, Grünstreifen und Radweg angeordnet; auf einem kurzen Stück sogar noch eine kleine Parallelstraße. Der LSBG weiß außerdem, dass auf diesem Straßenstück gut 200 Bäume links und rechts der Fahrbahnen stehen. Der Landesbetrieb sieht zwei Varianten: Entweder sollen die Radfahrer Fahrstreifen auf der Straße erhalten und die Zahl der Spuren reduziert werden oder die Radwege werden abseits der Straße geführt. Allerdings habe eine Simulation ergeben, dass stadteinwärts die Reduzierung nicht möglich sei. Holger Schmidt (CDU) aus dem Regionalausschuss findet die Idee, in der Hammer Landstraße weniger Fahrspuren anzubieten, „abenteuerlich“. Andere Straßen würden dadurch entsprechend voller werden, sagt er.
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1 Kommentar
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Kurt Hoffmann aus Hamm | 30.10.2016 | 19:13  
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