Was Billstedter wollen

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Bezirksamtsleiter Andy Grote bei der Eröffnung des Strategie-Workshops Foto: Je
 
Die Teilnehmer des Strategie-Workshops vor dem Eingang des Kurt-Körber-Gymnasiums Fotos: je

Workshop brachte Vorschläge vom Biergarten bis zum „Grünmanager“

Von Martin Jenssen
Hamburg. Ein Fülle von Anregungen für die Zukunft von Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg wurden am Wochenende auf dem Strategie-Workshop der integrierten Stadtteilentwicklung „geboren“. Werden diese Wünsche des Forums „Billstedt/Horn gemeinsam vorn“ umgesetzt, sind die kulinarischen Aussichten für die Bürger in Billstedt/Horn rosig. Viele Anwohner wünschen sich gute Restaurants und angenehme Cafés in verkehrsberuhigten Straßen. Sogar der Wunsch nach einem Biergarten im Öjendorfer Park wurde geäußert.
Eine gute Nachricht: Die im Jahre 2006 ins Leben gerufene integrierte Stadtentwicklung, die sich nach den Wünschen der Bürger richtet, soll zunächst bis 2020 weiter geführt werden. So ging es am Freitagabend und am Sonnabend in dem Workshop im Kurt-Körber-Gymnasium in Billstedt nicht nur um eine Bilanz der bereits umgesetzten Wünsche der Bürger, sondern vor allem um die Frage: Wie geht es jetzt weiter?
In elf Gruppen wurden die Vorschläge erarbeitet, die die Stadtteile nach vorn bringen sollen. Leider hatten die Gruppen am Sonnabend dann jeweils nur eine Minute Zeit, um dem Forum ihre Gedanken und Ideen vorzutragen. Das war zu knapp.
Wunschliste
Hier mit zwölf Anregungen eine kleine Auswahl der Vorschläge, die die 90 Teilnehmer aus Bill-
stedt und Horn am Freitag und Samstag erarbeiteten:
1. Eine bessere Information der Anwohner bei Neubauplanungen in den Stadtteilen.
2. Kindertausch: An Wochenenden könnten Kindern aus anderen Stadtteilen Billstedt/Horn erschnuppern, während Kinder aus Billstedt und Horn sich in Altona, Eppendorf Blankenese usw. umsehen.
3. Bessere Pflege der Grünanlagen. Anstellung eines „Grünmanagers“, der auch Bürger dazu bewegt, die Anlagen in Schuss zu halten
4. Bessere Zugänge für die Allgemeinheit zur Horner Rennbahn schaffen
5. Mehr Cafés, wo man gerne hingeht und sich trifft
6. Lokale Zentren stärken. Verbesserungsbedürftig sind vor allem die Zugänge zum Einkaufszentrum Billstedt und zu der U-Bahnstation Billstedt
7. Verbesserungen für den Radverkehr; u.a. soll ein durchgehender Radweg von der Horner Landstraße bis Mümmelmannsberg geschaffen werden
8. Überbauung der Bahngleise in Billstedt. Dort könnte ein Kino gebaut oder eine Eisbahn angelegt werden
9. Billstedter Marktplatz attraktiver gestalten
10. Bildungsangebote stärken
11. Verkehrsberuhigung an der Kreuzung Billstedter Hauptstraße/Schiffbeker Weg
12. Mehr Raumangebot für Existenzgründer

Anregungen werden besprochen

Soweit der „kleine Ritt“ durch die Themen und Wünsche, die von den Gruppen erarbeitet wurden. Michael Mathe, Leiter im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung, versprach, dass alle Anregungen im März auf dem kommenden Forum von „Billstedt/Horn“ ausführlich besprochen werden.
Zu Beginn des Workshops hatte Bezirksamtsleiter Andy Grote die Teilnehmer begrüßt und auf „Dickschiffe“ verwiesen, die durch die Arbeit der integrierten Stadteilentwicklung in Billstedt und Horn bereits auf den Weg gebracht wurden. Es sind der Bau der „Horner Freiheit“, das MINTarium in Mümmelmannsberg sowie der Erweiterungsbau des Kultur Palastes in Billstedt mit Baustart im Sommer 2015.
In einer ausführlichen Bilanz über die Arbeit des Forums Billstedt/Horn verwies Michael Mathe auf weitere Projekte, die durch die gemeinsame Arbeit entstanden sind. Dazu gehören unter anderem die Ausrichtung der „Kinderolympiade“ 2011, der Bolzplatz Kuriergang, das Kulturfest BilleVue, das Theaterfestival Billstedt-Horn, die Einweihung des Time Tunnels an der U-Bahn Horner Rennbahn sowie der Spielplatz „Öjendorfer Küste“. (je)
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