Was bringt die Wirtschaft voran?

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Container Terminal Burchardkai Foto: © HHM / M. Lindner

Am 15. Februar wird gewählt. Die Rathaus-Parteien und ihre Ideen zu Arbeit und Wirtschaft. Bürgerschaftswahl 2015, Teil 3

Von Rainer Glitz
Am 15. Februar wird in Hamburg eine neue Bürgerschaft gewählt. Das Wochenblatt stellt die Ideen der Parteien für die kommenden Jahre vor. Diesmal: Arbeit und Wirtschaft

CDU

Für Hamburgs wirtschaftliche Zukunft setzt die CDU auf ein einen gesunden Mix aus Hafen, Handel und Hightech. Will jährlich 150 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur investieren. Bekennt sich ausdrücklich zur Fahrrinnenanpassung der Elbe, will die Hinterlandanbindung des Hafens und die Situation der Binnenschifffahrt verbessern. Fordert eine verkehrsübergreifende Leitzentrale für die gesamte Hafenlogistik und will die südliche Variante der Hafenquerspange verwirklichen. Als Ersatz für die Köhlbrandbrücke soll eine Tunnellösung geprüft werden. Die CDU will den Industriestandort sichern und neue Betriebe ansiedeln, vor allem im Bereich Hightech. Mittelstand und Handwerk will die CDU stärken.

SPD

Möchte den Industriestandort sichern, in Billbrook sollen neue Betriebe angesiedelt werden. Die SPD will mehr mittelständische Unternehmen und Handwerk in Hamburg. Setzt auf Landwirtschaft und Gartenbau sowie den wachsenden Tourismus. Die Logistikbranche soll weiter ausgebaut werden, ebenso die Luftfahrtindustrie und der Bereich Erneuerbare Energien. Die SPD setzt außerdem auf Unternehmen in den Bereichen Medien, Werbung, Film, Musik und IT. Auch die Gesundheitsbranche soll weiter wachsen. Die SPD will Wirtschaft und Wissenschaft besser vernetzen, die Wirtschaftsförderung verbessern und ausländische Berufsausbildungen anerkennen. So soll dem Fachkräftemangel vorgebeugt werden.

Grüne

Sehen die Erneuerbaren Energien, die Kreativen, das Handwerk, die Industrieunternehmen, den Tourismus und den Hafen als starke Säulen der Hamburger Wirtschaft. Setzen auf Innovation und flexible Wirtschaftsförderung für neugegründete Unternehmen. Die Grünen wollen einen ökologischen Qualitätshafen mit Landstromversorgung der Schiffe, mehr Lärm-, Umwelt- und Artenschutz sowie Ökostromproduktion im Hafen selbst. Hamburg soll stärker mit den anderen norddeutschen Häfen zusammen arbeiten. Die Kreativwirtschaft wollen die Grünen stärken und einen nachhaltigen Städte- und Kongresstourismus ausbauen. Fordern eine gerechte Bezahlung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Fachkräftemangel soll bekämpft werden.

FDP

Steht für das Prinzip „Privat vor Staat“ und setzt sich vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler ein. Hamburg soll Gründerhauptstadt werden. Die Liberalen befürworten die Elbvertiefung und weitere Investitionen in die Hafeninfrastruktur und die Hinterlandanbindung. Will die Hafengebühren senken und neue Linienreedereien gewinnen. Die FDP will den Ausstieg aus der HSH Nordbank und der Reederei Hapag-Lloyd. HamburgEnergie soll abgewickelt werden. Die FDP will den Tourismus stärken, die Bettensteuer abschaffen und fordert mehr verkaufsoffene Sonntage in den Bezirken. Lehnt den flächendeckenden Mindestlohn ab und ist für eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, etwa durch Zeitarbeit. Setzt auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte und einen flexiblen Renteneintritt.  

Linke

Fordert die sofortige Schaffung von 5.000 Jobs für Arbeitslose durch ein öffentliches Beschäftigungsprogramm.
Unternehmen der Daseinsvorsorge wie zum Beispiel die Krankenhäuser will die Linke rekommunalisieren und öffentliche Unternehmen allgemein ausbauen.
Will die Elbvertiefung stoppen und den Hafen nur auf vorhandenen Flächen erweitern. Die Linke fordert ein Ende von Hartz IV, zumindest der Sanktionen. Will einen umfassend geltenden Sozialausweis für Theater, Museen oder Schwimmbäder einführen, dazu ein zeitlich nicht limitiertes HVV-Sozialticket für den Großbereich. Soziale Einrichtungen in den Stadtteilen sollen ausgebaut und die integrierte Stadtteilentwicklung gestärkt werden.

Lesen Sie in der kommenden Woche Teil 4 unserer Serie Bürgerschaftswahl 2015

Lesen Sie hier Teil 1 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Du bist entscheidend!“

Lesen Sie hier Teil 2 der Serie Bürgerschaftswahl 2015: „Alle setzen auf die Radler“
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4 Kommentare
403
Rainer Stelling aus St. Georg | 22.01.2015 | 14:40  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 23.01.2015 | 18:25  
10
Heiko Maier aus Ahrensburg | 14.02.2015 | 12:55  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 14.02.2015 | 13:35  
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